Wir scheinen die Einzigen auf der Strasse nach Dargo zu sein. Ein niedliches Städtchen. Dargo Hotel. Überall Troopies. Ein Paar aus Schottland arbeitet im Post Office/Tankstelle/General Store. Leider kann uns auch hier keiner zufriedenstellende Angaben über den Zustand der 4WD Tracks im Nationalpark machen. Durch den Nebel gehts in die alten Goldminenstädte, welche auch mit 2WD (bei normalem Wetter wenigstens) erreichbar sind. Grant. Leider ist nicht mehr gerade viel übrig. Haben mehr erwartet. Bis 1916 war der Ort noch bewohnt. Um das Post Office am Laufen zu halten, hat sich die letzte Einwohnerin selber Briefe geschrieben. Wildblumen. Kühe. Und schreckliche Schlaglöcher. Trucky war so weiss nach all dem Regen. Jetzt hat er seine normale Farbe wieder angenommen. Dreckbraun. Viele Walnussbäume. Die Great Alpine Road gehört zu den bekanntesten und schönsten in ganz Australien. In Smoko wurde früher Tabak angebaut. Kaufen von einem alten Mann am Wegrand frische Baumnüsse (und Pfirsiche) aus der Region. In Myrtleford schlafen wir im Arderns Caravan Park zu 25AUD/N um morgen fit und vor allem frisch zu sein für unsere erste Wein Degustation. Unser Platz ist genau neben dem Fluss. Die Sonne scheint endlich wieder.
Es ist warm. Wir wollen die regionalen Produkte probieren gehen. Milawa und umliegende Dörfer sollen hierfür ideal sein. Sehen Ski Shops im Ort. Bei den Temperaturen ist es schwer sich vorzustellen, dass sich hier im Winter die Skisportler tummeln. Starten mit verschiedensten Käsesorten und dazu passendem Wein. Wood Park Wines. Das nächste Mal gehen wir aber ohne Auto hin. EV Olive Grove. Ein Traum für Kalamata Oliven Liebhaber (Omid!!!). Sogar Honig kann man probieren im Walkabout Apiaries. Inklusive Information, wie die Unterschiede zustande kommen. In Oxley wollten wir eigentlich im örtlichen Recreation Park übernachten. Jedoch ist die Anlage heruntergekommen (kostet 10AUD/N) und das WC ist ohne Wasser. Gehen deshalb weiter nach Rutherglen. King Valley Weine. Die Region ist bekannt für seinen Moscato. Und seinen Durif. Eine der ältesten Weinregionen Australiens. Direkt am River Murray kann man umsonst übernachten (Granthams Bend). Das WC wird per Schaufel mit viel Müh in den Lehmboden gegraben. Wenn es nur nicht so viele andere Camper hätte. Eine Red Bellied Brown Snake besucht uns ganz nah.
Hunderte weisse Kakadus fliegen in einer Lautstärke über unsere Köpfe hinweg. Die Sonne scheint. Wie Idyllisch. Um 2pm gehts zu den Cofilds Wine Yards. Dort erfahren wir bei einer gratis "Behind the Scenes" Tour vieles über das Champagner machen. Und wie das Business hier nicht ganz einfach ist. Die Winery ist noch ganz am Anfang. Der Besitzer führt die Tour selber. Noch vieles ist Handarbeit. Nachher starten wir zur zweiten Degustation. Essen im Pickled Sisters Cafe gleich nebenan zu Mittag. Ein Bruchteil eines Buffalo Mozzarellas und eine halbe Tomate für 18.50AUD. Hatten gedacht, wir könnten teilen. Dafür nur mit den besten, lokalen Produkten. Den Dessert nehmen wir aber woanders. NSW Border Crossing. Früchte dürfen ausnahmsweise mitgenommen werden. Dem River entlang fahren wir über Howlong nach Albury. Übernachten dort auf dem ältesten Camping der Stadt (Citygate), welcher von einer nicht minder alten Dame geführt wird. 27AUD/N. Haben nicht mehr gewusst, wie mühsam Ameisen sein können. Vergiss nie nach dem Duschen Mückenspray aufzutragen (Insbesondere am Murray!!!!). Haben einen guten Platz unter Bäumen. Die Sonne weckt uns erst spät. Mieten ein Kanu für 28AUD/P. Werden hierfür 17km flussaufwärts abgesetzt und können so gemütlich zu unserem Auto paddeln. Schön. Romantisch. Sind ausser zwei Jet-Töffs und den vier, welche mit uns ein Kanu gemietet hatten, die einzigen auf dem Fluss. Werden sogar noch fotografiert aus der Luft. Da wir die jüngsten sind (die anderen "etwas" älter und einer mit anstehender Hüftoperation) haben wir das Kanu ohne Rückenstütze und ohne Sitz gekriegt. Enten fliehen. Kühe weiden. Wir müssen geschickt den Baumstämmen im Wasser ausweichen. Hat einen riesen Spass gemacht, auch wenn es sehr heiss war und viel anstrengender als angenommen. Schwimmen gleich anschliessend zur Abkühlung noch den Loop beim Noreuil Park. Zusammen mit einem sehr einsamen Australier, welcher hier in Albury arbeitet verbringen wir den Abend. Je mehr Bier er intus hat, desto unerträglicher wird er. Können uns schliesslich endlich losreissen. Er verspricht aber unser Licht im Auto gleich am Morgen reparieren zu kommen. Unsere Nachbarn benutzten derweil unsere Stühle um ihre nassen Badehosen zu trocknen. Und behaupten frech, gedacht zu haben, dass die hier zurückgelassen wurden. Einfach so auf unserem Platz. Natürlich.
Hauen am Morgen schnell ab, bevor der Australier aus seinem Rausch aufwacht. Der Tag ist der absolute Hammer. Baden im Fluss. Lesen und essen Glace. Am Abend findet der Community Event: Cinema under the Stars zum letzten mal statt. Und wir sind dabei. Red Dog. Rührend. Und wie viel uns dabei bekannt vor kommt (nicht nur die Orte im Film ;)). Bring your own chair. Der Event ist umsonst. Der nebenanliegende Abenteuerspielplatz die Wucht. Spät gehts noch auf einen Rastplatz in der Nähe von Wagga Wagga. Es regnet am Morgen immer wieder leicht. Nicht schon wieder. Wir hatten uns gerade eben wieder an das gute Wetter gewöhnt. Später regnet es in Strömen. In Wagga ist gerade ein Bootsrennen (Gumi Race) im Gange. Nass werden garantiert. Selbstgebastelte Gummiboote/Flosse. Die Chilbi daneben mit mässigem Erfolg. Aber die Kaffestände scheinen gut zu laufen. Schauen ein wenig zu. Es gibt wie immer weisses Toastbrot (man beachte ungetoastet) mit Würstchen oder Steak. Mitten in der Stadt darf man umsonst Campieren (Wilks Park). Diese Information kostete uns aber mindestens 30min mit einem neugierigen Volunteer im Visitors Centre. Wären fast verhungert. Essen zum ersten Mal im KFC. Im Wilks Park leben viele Arbeiter in Zelten. Die Nacht ist lau aber nass.
Besuchen früh, als einzige Touristen die Cattle Sales. Beeindruckend wie schnell so eine Auktion vonstatten geht. Wir haben teilweise nicht einmal die Zahlen verstanden. Geschweige denn die schnellen Hände der Bieter sehen können. Mit Sonntagshut und (mit Vorliebe rosa) Karohemd sitzen die Farmer an den Auktionstischchen. Die Arbeiter in den hinteren Rängen. Manche haben hunderte Kühe gekauft. Was da für Summen fliessen. Sogar die Kinder und Frauen sind dabei und haben sich herausgeputzt. Zum Glück gabs Anzeigetafeln. Eine erneute Flucht vor dem Regen führt uns nach Canberra, der Hauptstadt Australiens.
Monday, February 27, 2012
Tuesday, February 21, 2012
Über Melbourne immer dem Strand entlang nach Osten
Wir befinden uns in Melbourne bei Toyota. War gar nicht so einfach in der Stadt eine Garage zu finden. Müssen das Verteilergetriebe prüfen lassen - wir verlieren Öl. Das Gewinde des Einfüllstutzens ist tatsächlich komplett hinüber. Wir können nicht mehr weiter fahren ohne massiv Öl zu verlieren. Immerhin ist die heisse Schokolade vom Automaten (mit Milch!) bei diesem Toyota-Händler lecker. Haben nämlich noch nicht gefrühstückt. Vor rund 2 Wochen hatten wir eine Premium Mitgliedschaft beim RAA (=Süd-Australischer TCS) abgeschlossen, welche uns ohne mit der Wimper zu zucken für die Dauer der Reparatur ein Apartment in der Nähe zur Verfügung stellen. Sehr grosszügig. Wir freuen uns auf das Bett. Ein Mietauto wäre auch noch drin gewesen, dies wollen wir aber nicht auch noch verlangen (geschweige denn einen Parkplatz dafür finden…). Also laufen wir zur Rezeption, welche dann aber leider 3.6km von den eigentlichen Apartments entfernt ist. Ein Taxi bringt uns unentgeltlich hin (nachdem sie dann unsere Reservation endlich gefunden hatten). Sehr modern ausgestattet. In der Nähe von St. Kilda gelegen. Erkundung des Viertels. Die Mikrowelle macht unser Znacht. Fernsehen. Am nächsten Morgen fahren/laufen wir mit dem Tram/gratis Shuttle-Bus und zu Fuss nach/durch Melbourne. Das Auto ist dann plötzlich doch einen Tag früher fertig als erwartet. Die zweite Nacht im Apartment dürfen wir trotzdem bleiben ;-) Als wir das Auto wieder mitnehmen wollen, bemerken wir zum Glück, dass diese *ç%*" Mechaniker doch tatsächlich den Deckel vergessen hatten wieder einzuschrauben. Da nützt auch das neue Gewinde nichts!!! Zum Glück sind wir vorsichtig geworden und trauen keinem Mechaniker mehr. Es ist schwül. Schlafen beide schlecht. Freuen uns wieder auf unseren Trucky.
Es ist bewölkt aber doch warm. Wollen noch zur berühmten Pinguin Parade auf Philipp Island. Zu viele hatten uns davon vorgeschwärmt. Nichts wird einem auf der kleinen Insel geschenkt. Im Visitor Centre fragen wir nach einem Campingplatz und werden dabei nur angeschnauzt, es gäbe dann hier keine Gratiscampingplätze. Checken auf dem am nächsten an der Parade liegenden Caravan Park; Anchorage Caravan Park (28AUD/N) ein.
Hunderte Leute auf dem Parkplatz der Pinguin Parade. Können uns gar nicht vorstellen wie es hier zur Hauptsaison aussieht. Die Landschaft ist wunderschön. Farbig. Viele Pinguine schon jetzt sichtbar. Eine Gruppe Chinesischer Touristen denkt, wir wollen von unserem Auto aus essen verkaufen, als wir auf dem Parkplatz unser Znacht kochen. Haben wohl noch nie einen Camper gesehen. Süss die kleinen Pinguine, auch wenn saisonbedingt nicht mehr viele aus dem Wasser kommen (knapp 500 Stück). Eine Lehrerin gibt die Kommentare der Wissenschaftler an ihre taube Klasse weiter. Sehr eindrücklich zu sehen, manchmal auch lustig - es gibt kein Zeichen für watschelnden Pinguin; somit ist Körpereinsatz gefragt. An Land kann man die Pinguine dafür umso besser von den Holzstegen betrachten. Popcorn wärmt von innen. Haben uns aber gut eingepackt (wenn man da mit anderen vergleicht). Es hat viele Schweizer. Der ganze Spass kostete uns 22AUD/P.
Wildgänse am Morgen. Kühl. Hasen überall. Pferde weiden nebenan. Gehen die Pelikane füttern in San Remo. Beeindruckende Stachelrochen beim Bootssteg. Riesig gross. Klares Wasser. Die kommende Ebbe lässt das Wasser mit einer riesen Kraft aus dem Hafenbecken fliessen. Die Pelikane essen Fische nur Kopf voran. Silber und Pazifik-Möven. Der Küste entlang auf Nebenstrassen gehts in den Wilsons Promontory National Park. Pferde und Kühe gemeinsam auf der Weide. Schlafen auf dem Tidal River Campingplatz (24AUD/N). Er ist ziemlich überladen. Seit dem grossen Unwetter im letzten Jahr, ist noch nicht alles wiederhergestellt. Der Strand (Norman Beach) ist wunderschön. Und die Aussicht auf die Granitfelsen in grünem Wald eingebettet gigantisch. Der Nebel senkt sich langsam. Die grössten Bulldoggenameisen welche wir je gesehen haben. Treffen die Franzosen (mittlerweile sind sie noch zu zweit) von Dalhousie Springs wieder. Verbringen einen gemütlichen Abend zusammen. Für sie geht es morgen nach Tasmanien. Ein Wombat macht sich im Nebenzelt an Rice-Crackers zu schaffen. Da sich die Leute den Franzosen gegenüber sehr unfair verhalten hatten, entsprechend lustig. Überhaupt hat es sehr viele Wombats auf dem Campingplatzareal. Möchte am liebsten einen einpacken.
Auch der nächste Morgen ist regnerisch. Papageien in den schönsten Farben. Und Möven. Laufen zur Squeaky Beach. Es knirscht wirklich wenn man über den Strand läuft (Quarz). Eine Völkerwanderung ist unterwegs. Beschliessen deshalb über den Tidal River Lookout zurück zum Camping zu gehen. Das Wetter wird immer besser.
Milchkannen werden als Briefkästen gebraucht. Gippsland. Fahren durch den Tarra Bulga National Park. Schönster Regenwald. Die Strasse ist praktisch einspurig. Später hat es Mountain Ashes en masse. Geisterbäume. Einmal abgebrannt wachsen sie nicht mehr. Sehen auf einer Irrfahrt (suchen nach einer Abkürzung) den Lyrebird. Ein Männchen und ein Weibchen. South Traralgon. Freie Sicht auf das AKW. Wir bleiben über Nacht auf einem Parkplatz vor einer Schule mit öffentlichem Klo. Da es schon spät ist und Wochenende. Um uns herum Stille, als all die Leute mit ihren getuneten Autos aus dem Pub nebenan abgezogen sind. Vögel zwitschern. Der Kookaburra lacht.
Bewölkt aber stabil. Über Traralgon, Stradbroke durch den Holey Plain State Park zur Ninety Mile Beach und "The Lakes". Hier kann man gratis direkt am Strand übernachten. Zwischen Meer und Seenlandschaft eingebettet. Schattenspendende Bäume. Wir sind alleine. Private bush loo. We like! Süsses Nichtstun am Sandstrand (der mehr quietscht als der Squeky Beach). Das Wetter entwickelt sich bombig. Tote Kugelfische zu Hauf am Strand. Nehmen an, die haben die Fischer zurückgelassen. Von hoher windgeschützter Düne aus sehen wir die umliegenden Seen. Später kommen noch zwei Österreicher mit Mietauto vorbei, welche im sandigen Untergrund stecken bleiben. Wir helfen ihnen heraus. Zum Dank gibts ein kühles Bier. Reden noch lange in die Nacht hinein (meine Zehen sind fast abgefroren). Über Nacht regnet es in Strömen. Am nächsten Morgen ist unser Wasserkanister 2m neben seinem Ursprungsplatz. Es muss also Bäche geregnet haben. Glücklicherweise haben wir das Vorzelt schon am Vortag abgebaut gehabt. In Golden Beach essen wir Frühstück. Definitiv kein Strand-, geschweige denn Badewetter. Ändern unsere Pläne deshalb spontan. Wir beschliessen in den Alpine National Park zu fahren. Auf dem Weg nach Norden beginnt es erneut in Strömen zu regnen. Eine dunkle Wolke über uns, welche wir mit unseren 80km/h leider nicht abhängen können. Omid tropft es im Scheibenwischertakt auf den Fuss. Ein Abtrocknungstuch verschafft Abhilfe. Ein Fluss ist bereits über die Ufer getreten. Hören von Überschwemmungen in Queensland. Aber sind wir nicht in Victoria? Das Wasser reicht bereits bis zur Strasse.
Es ist bewölkt aber doch warm. Wollen noch zur berühmten Pinguin Parade auf Philipp Island. Zu viele hatten uns davon vorgeschwärmt. Nichts wird einem auf der kleinen Insel geschenkt. Im Visitor Centre fragen wir nach einem Campingplatz und werden dabei nur angeschnauzt, es gäbe dann hier keine Gratiscampingplätze. Checken auf dem am nächsten an der Parade liegenden Caravan Park; Anchorage Caravan Park (28AUD/N) ein.
Hunderte Leute auf dem Parkplatz der Pinguin Parade. Können uns gar nicht vorstellen wie es hier zur Hauptsaison aussieht. Die Landschaft ist wunderschön. Farbig. Viele Pinguine schon jetzt sichtbar. Eine Gruppe Chinesischer Touristen denkt, wir wollen von unserem Auto aus essen verkaufen, als wir auf dem Parkplatz unser Znacht kochen. Haben wohl noch nie einen Camper gesehen. Süss die kleinen Pinguine, auch wenn saisonbedingt nicht mehr viele aus dem Wasser kommen (knapp 500 Stück). Eine Lehrerin gibt die Kommentare der Wissenschaftler an ihre taube Klasse weiter. Sehr eindrücklich zu sehen, manchmal auch lustig - es gibt kein Zeichen für watschelnden Pinguin; somit ist Körpereinsatz gefragt. An Land kann man die Pinguine dafür umso besser von den Holzstegen betrachten. Popcorn wärmt von innen. Haben uns aber gut eingepackt (wenn man da mit anderen vergleicht). Es hat viele Schweizer. Der ganze Spass kostete uns 22AUD/P.
Wildgänse am Morgen. Kühl. Hasen überall. Pferde weiden nebenan. Gehen die Pelikane füttern in San Remo. Beeindruckende Stachelrochen beim Bootssteg. Riesig gross. Klares Wasser. Die kommende Ebbe lässt das Wasser mit einer riesen Kraft aus dem Hafenbecken fliessen. Die Pelikane essen Fische nur Kopf voran. Silber und Pazifik-Möven. Der Küste entlang auf Nebenstrassen gehts in den Wilsons Promontory National Park. Pferde und Kühe gemeinsam auf der Weide. Schlafen auf dem Tidal River Campingplatz (24AUD/N). Er ist ziemlich überladen. Seit dem grossen Unwetter im letzten Jahr, ist noch nicht alles wiederhergestellt. Der Strand (Norman Beach) ist wunderschön. Und die Aussicht auf die Granitfelsen in grünem Wald eingebettet gigantisch. Der Nebel senkt sich langsam. Die grössten Bulldoggenameisen welche wir je gesehen haben. Treffen die Franzosen (mittlerweile sind sie noch zu zweit) von Dalhousie Springs wieder. Verbringen einen gemütlichen Abend zusammen. Für sie geht es morgen nach Tasmanien. Ein Wombat macht sich im Nebenzelt an Rice-Crackers zu schaffen. Da sich die Leute den Franzosen gegenüber sehr unfair verhalten hatten, entsprechend lustig. Überhaupt hat es sehr viele Wombats auf dem Campingplatzareal. Möchte am liebsten einen einpacken.
Auch der nächste Morgen ist regnerisch. Papageien in den schönsten Farben. Und Möven. Laufen zur Squeaky Beach. Es knirscht wirklich wenn man über den Strand läuft (Quarz). Eine Völkerwanderung ist unterwegs. Beschliessen deshalb über den Tidal River Lookout zurück zum Camping zu gehen. Das Wetter wird immer besser.
Milchkannen werden als Briefkästen gebraucht. Gippsland. Fahren durch den Tarra Bulga National Park. Schönster Regenwald. Die Strasse ist praktisch einspurig. Später hat es Mountain Ashes en masse. Geisterbäume. Einmal abgebrannt wachsen sie nicht mehr. Sehen auf einer Irrfahrt (suchen nach einer Abkürzung) den Lyrebird. Ein Männchen und ein Weibchen. South Traralgon. Freie Sicht auf das AKW. Wir bleiben über Nacht auf einem Parkplatz vor einer Schule mit öffentlichem Klo. Da es schon spät ist und Wochenende. Um uns herum Stille, als all die Leute mit ihren getuneten Autos aus dem Pub nebenan abgezogen sind. Vögel zwitschern. Der Kookaburra lacht.
Bewölkt aber stabil. Über Traralgon, Stradbroke durch den Holey Plain State Park zur Ninety Mile Beach und "The Lakes". Hier kann man gratis direkt am Strand übernachten. Zwischen Meer und Seenlandschaft eingebettet. Schattenspendende Bäume. Wir sind alleine. Private bush loo. We like! Süsses Nichtstun am Sandstrand (der mehr quietscht als der Squeky Beach). Das Wetter entwickelt sich bombig. Tote Kugelfische zu Hauf am Strand. Nehmen an, die haben die Fischer zurückgelassen. Von hoher windgeschützter Düne aus sehen wir die umliegenden Seen. Später kommen noch zwei Österreicher mit Mietauto vorbei, welche im sandigen Untergrund stecken bleiben. Wir helfen ihnen heraus. Zum Dank gibts ein kühles Bier. Reden noch lange in die Nacht hinein (meine Zehen sind fast abgefroren). Über Nacht regnet es in Strömen. Am nächsten Morgen ist unser Wasserkanister 2m neben seinem Ursprungsplatz. Es muss also Bäche geregnet haben. Glücklicherweise haben wir das Vorzelt schon am Vortag abgebaut gehabt. In Golden Beach essen wir Frühstück. Definitiv kein Strand-, geschweige denn Badewetter. Ändern unsere Pläne deshalb spontan. Wir beschliessen in den Alpine National Park zu fahren. Auf dem Weg nach Norden beginnt es erneut in Strömen zu regnen. Eine dunkle Wolke über uns, welche wir mit unseren 80km/h leider nicht abhängen können. Omid tropft es im Scheibenwischertakt auf den Fuss. Ein Abtrocknungstuch verschafft Abhilfe. Ein Fluss ist bereits über die Ufer getreten. Hören von Überschwemmungen in Queensland. Aber sind wir nicht in Victoria? Das Wasser reicht bereits bis zur Strasse.
Location:
Melbourne VIC, Australia
Monday, February 13, 2012
Zweiter Teil Tasmanien - Gefühlte hundert Meter von der Antarktis entfernt
Von Hobart gehts durchs Huon Valley mit seinen vielen Apfelbäumen. Aber viele der Apfelplantagen sind mittlerweile Golfplätzen gewichen. Hartz Mountain Natinal Park. Machen Wanderung bei Nebel zum Lake Esperance und Lady Tarn. Baumfarn. Holz-Boardwalk mit liebe gestaltet und angenehm zum Laufen. Wombat Poo überall. Wunderschöne Moorlandschaft. Es beginnt zu nieseln.
Gerade zurück im Auto giesst es wie aus Kübeln. Waratha Falls. Die Gegend hier ist bekannt für seinen schnellen Wetterumbruch. Auch jetzt mitten im Sommer muss man mit Schnee rechnen. Dementsprechend kalt ist es. Küstenstrasse C639. Süsse Farmen. Schöne Villen. Campieren direkt am Wasser. Essen hausgemachten Applepie aus der Region. Denken wir sind und bleiben alleine, als spät am Abend X Chinesen ans Wasser kommen um zu telefonieren (nur hier scheint man Empfang zu haben). Fragen uns, ob das hier wohl alles Arbeiter der umliegenden Farmen sind. Am Morgen sehen wir vor lauter Nebel die gegenüberliegende Seite nicht. Essen am Fischerhafen von Cygnet Frühstück. C627 nach Kingston. Besuchen den Salamanca Market in Hobart. Darauf gehts in den Mt. Field National Park. Der Ort hier heisst National Park. Russel Falls. Hängen spontan noch die Horseshoe Falls, Tall Tree und Lady Barn Wanderung dazu. Regenwald. Pademelons. Der Campingplatz ist gleich neben dem Visitors Centre. 16AUD/N. Dusche inklusive. Bandicoot. Touristen fotografieren und füttern die Wallabies. Possums zu Hauf. Süss wie sie so unschuldig aus den Abfalleimern zu dir hoch schauen. Gehen nochmal zurück zu den Russell Falls um die Glühwürmchen (besser Glühinsekten) bei Nacht zu bestaunen. Wie ein Sternenhimmel. Stationär, nicht herumfliegend.
Wieder einmal regnets am Morgen. Doch zu unserem Erstaunen wirds noch freundlich und warm. Wandern vom Lake Gordon zur Ski Area hoch. Herrlich alte Skilifte sind hier noch in Betrieb. Fragen ohne es zu wissen, eine Bernerin, welche hier oben im Skichalet arbeitet, nach dem Weg. Wir sehen später die Wappen-Kleber auf ihrem Auto (CH und Bern). Nur die Locals dürfen hier hochfahren, der Rest muss die 30min laufen. Gletscherseen. Und es beginnt zu regnen. Freiwillige erneuern die kaputten Holzlatten des Boardwalks zusammen mit dem Ranger. Fahrt über kürzeste Strecke (so im Navi eingegeben) nach St. Claire. So Fahrten bergen oft Überraschungen, da manche Strassen im Navi nicht mehr existieren. Tasmanian Devil tot am Strassenrand. Wasserkraftwerk in Terraleah. Heute ist Tarraleah noch ein Touristen-Resort, dort wo während dem Bau der Staumauer und des Kraftwerks die Bauleute ihr Nachtlager hatten. Tassies sind wie Aussies was ihre liebe zu kaltem Wasser angeht (amüsieren sich tatsächlich im Wasser!!! - nur die Temperaturen sind noch extremer). Der St. Claire Campingplatz kostet 25AUD/N. Und das für ein Klo und einen hässlichen, unebenen Stellplatz im Wald. Dusche kostet separat. Abfall und Bau-Schutt überall. Zum Glück regnets, da bekommt man von dem allen nicht allzu viel mit. Tiefster Süsswassersee Australiens. Es windet wie am Meer. Von der gegenüberliegenden Seite sieht man mal wieder nicht viel - dank Nebel. Beschliessen deshalb weiter zu fahren. Franklin Gordon Wild River National Park. Surprise River Rainforest Wanderung. Moose wie wir sie noch nie gesehen haben. Feucht. Treffen einen Schweizer, welcher sich herrlich über sein Mietauto aufregt. Neuseeland sei viel schöner und besser gewesen (er ist schon drei Tage in Australien…). Riesige Hügelketten. Nelson Falls. Laut. Der erste Wasserfall hier, der seinem Namen gerecht wird (hatte sich in den letzten Tagen ja auch genügend Wasser ansammeln können). Er spritzt die ganze Zeit meine Kameralinse voll. Fotos machen unmöglich. Iron Blow Lookout über alter Kupfermine. Ihr könnt euch denken, es regnet! Queenstown. Die grösste aller Minenstädte der Region. Und eine die überlebt hat. Attraktion hier; Piercing machen (haben wir nicht ausprobiert…). Die Gebäude sind noch aus den guten alten Tagen. Wir lieben unsere neu entdeckten Honey-Eucalypt Bonbons. Statt Bier gibts Tee. Und das freiwillig. Zeehan. Eine kleinere Minenstadt mit schönem Theater und Pioneers Museum. Gerechtfertigter Eintritt von 15AUD/P wenn man nicht erst 40h vor Türschluss mit dem Besuch starten würde. Niemand hatte uns darauf aufmerksam gemacht, als wir um 4.20pm ankamen. Verstecken hat auch nichts genutzt. Also im Schnellzugs-Tempo durch die Geschichte der Umgebung. Mineraliensammlung. Im Stitt Park in Roseberry übernachten wir gratis. Es regnet munter weiter. Töff mit Zeltanhänger. Hühner laufen im Ort frei herum. Sonne und Regen wechseln sich im Minutentakt ab. Wetterprognosen ändern sich mit dem Wetter. Dies macht es schwierig zu planen. Eine grosse Wahl haben wir sowieso nicht. Es geht nach Cradle Mountain. Verdunstendes Wasser auf der Strasse. Wunderschön anzusehen. Es sind fast nur Minenfahrzeuge unterwegs. Und Touristen in ihren meist pinkfarbenen Nissan Micras (den günstigsten Mietwagen). Mackintosh Lake. Viele Stauseen. Künstliche Blumen am Wegrand für die Strassenopfer. Cradle Mountain National Park. Checken für zwei Nächte à 33AUD/N ein. Sämtliche Plätze mit Stromanschluss sind ausgebucht. Es gibt Shuttlebusse in den Park. Die Strassen sind einspurig. Der Campingplatz ist hübsch. Der Gesellschaftsraum hat ein Cheminée. Sind wir hier tatsächlich in Australien. Eine CH-Familie ist mit ihrem Camper mit VD-Nummernschid unterwegs. Wir fühlen uns ein wenig wie in den Skiferien. Nur ohne Schnee. Es herrschen gefühlte Minusgrade. Den ganzen Nachmittag verbringen wir vor dem Kamin. Wir sind nicht die einzigen. Es hat sogar Leute mit dem Velo und Zelt. In der Nacht tragen wir neben Mützen und Handschuhen fünf Schichten. Inklusive unserer neu erworbenen hässlichen Kmart-Jacken. Leider gelingt es uns diesen Moment nicht mit Fotokamera festzuhalten, da die Kamera sofort anläuft.
So gemein, die Duschen (warm!!!) sind auf 5min getimert. Nehmen die Behindertendusche - ohne timer. Am Morgen sind die meisten Camper abgehauen. Bleibt hier wohl kaum einer länger wie eine Nacht. Ausser er übernachtet in einem der zahlreichen Luxusresorts mit Spabereich. Haben wir uns echt überlegt. Ein älteres Ehepaar aus UK gesellt sich zu uns an den Tisch - sie sind das erste mal nach ihrer Hochzeitsreise vor 30 Jahren wieder mit dem Camper unterwegs. Und frieren auch gewaltig. Wir sind erstaunt bei wie vielen Mietcampern es reinregnet. Und die Leute das so hinnehmen. Treffen in der Nacht eine verwirrte Frau, welche ihren Stellplatz nicht mehr findet.
Mit Shuttlebus gehts am nächsten Tag zum Dover Lake. Circuit Walk. Eine Völkerwanderung, wenigstens den ersten Kilometer. Echidnas und Eidechsen. Glacier Rock. Später sehen wir über Mittag endlich unseren langersehnten Wombat grasen. Und das mit Jungem. Zu niedlich. Schauen noch lange zu.
Am Abend müssen wir schmunzeln wie auffällig viele auf dem Campground mit den Cradle Mountain Fleece- und Regenjacken herumlaufen (diese kann man im Visitor Centre kaufen - da wohl viele Mainland-Australier und Touristen keine Jacken (dabei) haben...). Die Nacht ist erneut kalt und nass. Wir bleiben solange wies geht vor dem Kamin (übernachten ist dort leider nicht erlaubt). Auch am nächsten Morgen ist das Wetter nicht besser. Wir verlassen Cradle Mountain. Besuchen die Art Gallery im Interpretative Centre. Speziell schöne Photographien sind ausgestellt. Die meisten zeigen Australien. Gleich daneben ist die Ausstellung über den Tasmanischen Tiger, welcher leider im Jahre 1936 ausgestorben ist. Sogar Videomaterial ist vorhanden, was das ganze sehr interessant macht. 7AUD/P Eintritt kostete uns beides zusammen, wobei wir locker hinein und wieder hinaus hätten gehen können ohne auch nur gesehen zu werden. Über Sheffield nach Latrobe. Esse leckeren Tassal Lachs. Der Campingplatz kostet 20AUD/N. Und ist voll von jungen Asiaten, welche wahrscheinlich im nahegelegenen Devonport arbeiten. Auf der Suche nach Platypussen laufen wir einmal rund um die Pig Island. Ohne Erfolg. Gegen Abend fahren wir zum Warrawee Forest Reserve und sehen dort tatsächlich einen Platypus im Wasser. Ganz nah. Wir sind entzückt. Die sind tatsächlich sehr klein. Er ist sehr aktiv. Eine geführte Tour ist auch noch unterwegs. Später sind wir zusammen mit einem Paar noch die einzigen welche sich mit dem Tourguide unterhalten.
Und endlich wieder eine warme Nacht. Also nur mit unserer Holzfällerjacke und Thermounterwäsche. Viel Aktivität (wahrscheinlich Schichtwechsel) bei den Chinesen nebenan in der Nacht. Sogar die Polizei ist mit von der Partie ;-)
Versuchen bei dem Wetter das beste daraus zu machen und haben uns sämtliche einigermassen interessanten und günstigen ;) Indooraktivitäten und Museen der Region herausgesucht. In den Nord-Westen zu fahren macht echt keinen Sinn mehr. Besuchen das Schokoladenmuseum in Anvers. Ein belgischer Schokoladenproduzent bietet auch freies Probieren an. Und man sieht hinter die Kulissen. Sind grad in voller Vorbereitung für Ostern. Wir kaufen schwarze Schokolade fürs Gemüt. In Devonport wollen wir das Tiagarra Aboriginal Cultural Centre besichtigen gehen. Dumm nur, hat das nur noch DI+MI geöffnet. Sehen so, die hier gefundenen Engravings verwahrlost und ohne jegliche Information. Dave, ein pensionierter Helfer im Visitors Centre will uns mal wieder nicht gehen lassen. Er bereiste alle 2 Jahre die Schweiz mit dem Zug, bis er Herzprobleme kriegte und seine Versicherung ihn nicht mehr deckt. Er war Vice Director des örtlichen Maritime Museum, welches wir nun natürlich auch besichtigen müssen. Nach so viel Werbung. Es regnet munter weiter. 5AUD/P kostet der Eintritt. Die Geschichte der Insel und vor allem der Spirit of Tasmania (Fähre) ist gut dokumentiert. Hübsch gestaltet und sehr informativ. Fahren nach Riana in den Pioneers Park wo man für 8AUD/N übernachten kann. Ganz hübsch und gemütlich. Nur wieder kalt. Wir haben den Höhenunterschied zu Devonport nicht beachtet. Wir spielen Dame. Lächerlicher 3 Meter plastik Pinguin als Hauptattraktion in Penguin. Ganzer Ort voller Pinguine. Keine echten, aber omnipräsent in Werbung, im Namen der Geschäfte. Überdosis komplett. In Devonport besuchen wir spontan die Motorshow (10AUD/P). Wenige alte Autos und viele viele Motorräder sind ausgestellt. Die Hälfte der Leute hier gehören der lokalen Motorradgang an. Es werden die besten Tattoos prämiert und die Miss Bikini gewählt. Die Schülerband spielt. Ein herrlicher Event. Irgendwie fallen wir mal wieder auf. Und das trotz schwarzer T-Shirts. Der Rotary Club verkauft Essen, welches er selber noch nie probiert hatte. Es ist mehr Autohandel und Treffpunkt. Später sitzen wir in Devenport im Kaffee zu einer Iced Chocolate. Leider mit (Caramel?) Sirup!!! Und das soll hier eine Spezialität sein. Keine echte Schokolade und Vanille Ice. Diese Nacht sind wir in Ulverstone für 17AUD/N auf dem Turners Beach Campingplatz. Sind glaube die einzigen Touristen hier. Der Rest sind Dauerstellplätze oder wohnen sogar hier. Am Liliaco Beach wollen wir die Little Penguins beobachten. Haben uns nur ein wenig mit dem Zeitpunkt des Eindunkelns vertan. Müssen so von 7pm bis 9.30pm warten, bis wir den ersten Pinguin zu Gesicht bekommen. Ausnahmsweise ist das Wetter stabil. Nur kalt. Jungtiere leider schon ausgewachsen. Zeit des Moultings. Weshalb wir nur noch 1 Jungtier und 3 Erwachsene Tiere sehen. Einer watschelt einige Zentimeter vor unseren Augen den Strand hinauf. Süss. Es kommt sogar noch eine Tour. Ein Ranger und mehrere Freiwillige geben Informationen. Treffen die beiden Deutschen aus den Grampians wieder, welche unser Auto von der Strasse her erkannt hatten und uns spontan beim Pinguin schauen besuchen. Reden noch lange in die Nacht hinein. Über Nacht regnets erneut.
Der Morgen ist prächtig. SLIPSLAPSLOP und ab an die Sonne. Blauer Himmel! Zwei Tage vor Abreise aufs Festland. Immerhin auch das Festland hatte in den letzten Tagen mit üblen Stürmen und Unwettern zu kämpfen. Omid möchte ein hartgekochtes-Ei und greift aus Versehen zu den Rohen. Spiegelei ist auch lecker. In Penguin ist Indoor-Market angesagt. Es wird aber praktisch nur Ramsch angeboten. Aber nur schon wegen der Leute hat es sich gelohnt herzukommen. Eine Life-Band spielt. Der ganze Ort ist anzutreffen. Entlang der Küstenstrasse gehts zurück nach Devonport. Im Devonport East Holiday Village Campingplatz checken wir für 12AUD/N (!!!) ein und treffen die beiden Deutschen wieder welche bereits heute aufs Festland fahren. Sind praktisch alleine auf der von Blumen übersäten Wiese. Möven und Enten. Und warme Dusche inklusive.
Das Wetter zum Abschluss unseres Abstechers nach Tassie ist fantastisch. Bei der Spirit of Tasmania versagen die Computer, weshalb sich unsere Abfahrt etwas verzögert (zum Glück haben wir uns Sandwiches gemacht). Die Überfahrt ist dann aber ruhig. Und wir haben gelernt gleich schlafen zu gehen, solange die See noch ruhig ist. Und mit der Aussicht, morgen dank der Verspätung etwas länger schlafen zu können, schlafen wir ein.
Gerade zurück im Auto giesst es wie aus Kübeln. Waratha Falls. Die Gegend hier ist bekannt für seinen schnellen Wetterumbruch. Auch jetzt mitten im Sommer muss man mit Schnee rechnen. Dementsprechend kalt ist es. Küstenstrasse C639. Süsse Farmen. Schöne Villen. Campieren direkt am Wasser. Essen hausgemachten Applepie aus der Region. Denken wir sind und bleiben alleine, als spät am Abend X Chinesen ans Wasser kommen um zu telefonieren (nur hier scheint man Empfang zu haben). Fragen uns, ob das hier wohl alles Arbeiter der umliegenden Farmen sind. Am Morgen sehen wir vor lauter Nebel die gegenüberliegende Seite nicht. Essen am Fischerhafen von Cygnet Frühstück. C627 nach Kingston. Besuchen den Salamanca Market in Hobart. Darauf gehts in den Mt. Field National Park. Der Ort hier heisst National Park. Russel Falls. Hängen spontan noch die Horseshoe Falls, Tall Tree und Lady Barn Wanderung dazu. Regenwald. Pademelons. Der Campingplatz ist gleich neben dem Visitors Centre. 16AUD/N. Dusche inklusive. Bandicoot. Touristen fotografieren und füttern die Wallabies. Possums zu Hauf. Süss wie sie so unschuldig aus den Abfalleimern zu dir hoch schauen. Gehen nochmal zurück zu den Russell Falls um die Glühwürmchen (besser Glühinsekten) bei Nacht zu bestaunen. Wie ein Sternenhimmel. Stationär, nicht herumfliegend.
Wieder einmal regnets am Morgen. Doch zu unserem Erstaunen wirds noch freundlich und warm. Wandern vom Lake Gordon zur Ski Area hoch. Herrlich alte Skilifte sind hier noch in Betrieb. Fragen ohne es zu wissen, eine Bernerin, welche hier oben im Skichalet arbeitet, nach dem Weg. Wir sehen später die Wappen-Kleber auf ihrem Auto (CH und Bern). Nur die Locals dürfen hier hochfahren, der Rest muss die 30min laufen. Gletscherseen. Und es beginnt zu regnen. Freiwillige erneuern die kaputten Holzlatten des Boardwalks zusammen mit dem Ranger. Fahrt über kürzeste Strecke (so im Navi eingegeben) nach St. Claire. So Fahrten bergen oft Überraschungen, da manche Strassen im Navi nicht mehr existieren. Tasmanian Devil tot am Strassenrand. Wasserkraftwerk in Terraleah. Heute ist Tarraleah noch ein Touristen-Resort, dort wo während dem Bau der Staumauer und des Kraftwerks die Bauleute ihr Nachtlager hatten. Tassies sind wie Aussies was ihre liebe zu kaltem Wasser angeht (amüsieren sich tatsächlich im Wasser!!! - nur die Temperaturen sind noch extremer). Der St. Claire Campingplatz kostet 25AUD/N. Und das für ein Klo und einen hässlichen, unebenen Stellplatz im Wald. Dusche kostet separat. Abfall und Bau-Schutt überall. Zum Glück regnets, da bekommt man von dem allen nicht allzu viel mit. Tiefster Süsswassersee Australiens. Es windet wie am Meer. Von der gegenüberliegenden Seite sieht man mal wieder nicht viel - dank Nebel. Beschliessen deshalb weiter zu fahren. Franklin Gordon Wild River National Park. Surprise River Rainforest Wanderung. Moose wie wir sie noch nie gesehen haben. Feucht. Treffen einen Schweizer, welcher sich herrlich über sein Mietauto aufregt. Neuseeland sei viel schöner und besser gewesen (er ist schon drei Tage in Australien…). Riesige Hügelketten. Nelson Falls. Laut. Der erste Wasserfall hier, der seinem Namen gerecht wird (hatte sich in den letzten Tagen ja auch genügend Wasser ansammeln können). Er spritzt die ganze Zeit meine Kameralinse voll. Fotos machen unmöglich. Iron Blow Lookout über alter Kupfermine. Ihr könnt euch denken, es regnet! Queenstown. Die grösste aller Minenstädte der Region. Und eine die überlebt hat. Attraktion hier; Piercing machen (haben wir nicht ausprobiert…). Die Gebäude sind noch aus den guten alten Tagen. Wir lieben unsere neu entdeckten Honey-Eucalypt Bonbons. Statt Bier gibts Tee. Und das freiwillig. Zeehan. Eine kleinere Minenstadt mit schönem Theater und Pioneers Museum. Gerechtfertigter Eintritt von 15AUD/P wenn man nicht erst 40h vor Türschluss mit dem Besuch starten würde. Niemand hatte uns darauf aufmerksam gemacht, als wir um 4.20pm ankamen. Verstecken hat auch nichts genutzt. Also im Schnellzugs-Tempo durch die Geschichte der Umgebung. Mineraliensammlung. Im Stitt Park in Roseberry übernachten wir gratis. Es regnet munter weiter. Töff mit Zeltanhänger. Hühner laufen im Ort frei herum. Sonne und Regen wechseln sich im Minutentakt ab. Wetterprognosen ändern sich mit dem Wetter. Dies macht es schwierig zu planen. Eine grosse Wahl haben wir sowieso nicht. Es geht nach Cradle Mountain. Verdunstendes Wasser auf der Strasse. Wunderschön anzusehen. Es sind fast nur Minenfahrzeuge unterwegs. Und Touristen in ihren meist pinkfarbenen Nissan Micras (den günstigsten Mietwagen). Mackintosh Lake. Viele Stauseen. Künstliche Blumen am Wegrand für die Strassenopfer. Cradle Mountain National Park. Checken für zwei Nächte à 33AUD/N ein. Sämtliche Plätze mit Stromanschluss sind ausgebucht. Es gibt Shuttlebusse in den Park. Die Strassen sind einspurig. Der Campingplatz ist hübsch. Der Gesellschaftsraum hat ein Cheminée. Sind wir hier tatsächlich in Australien. Eine CH-Familie ist mit ihrem Camper mit VD-Nummernschid unterwegs. Wir fühlen uns ein wenig wie in den Skiferien. Nur ohne Schnee. Es herrschen gefühlte Minusgrade. Den ganzen Nachmittag verbringen wir vor dem Kamin. Wir sind nicht die einzigen. Es hat sogar Leute mit dem Velo und Zelt. In der Nacht tragen wir neben Mützen und Handschuhen fünf Schichten. Inklusive unserer neu erworbenen hässlichen Kmart-Jacken. Leider gelingt es uns diesen Moment nicht mit Fotokamera festzuhalten, da die Kamera sofort anläuft.
So gemein, die Duschen (warm!!!) sind auf 5min getimert. Nehmen die Behindertendusche - ohne timer. Am Morgen sind die meisten Camper abgehauen. Bleibt hier wohl kaum einer länger wie eine Nacht. Ausser er übernachtet in einem der zahlreichen Luxusresorts mit Spabereich. Haben wir uns echt überlegt. Ein älteres Ehepaar aus UK gesellt sich zu uns an den Tisch - sie sind das erste mal nach ihrer Hochzeitsreise vor 30 Jahren wieder mit dem Camper unterwegs. Und frieren auch gewaltig. Wir sind erstaunt bei wie vielen Mietcampern es reinregnet. Und die Leute das so hinnehmen. Treffen in der Nacht eine verwirrte Frau, welche ihren Stellplatz nicht mehr findet.
Mit Shuttlebus gehts am nächsten Tag zum Dover Lake. Circuit Walk. Eine Völkerwanderung, wenigstens den ersten Kilometer. Echidnas und Eidechsen. Glacier Rock. Später sehen wir über Mittag endlich unseren langersehnten Wombat grasen. Und das mit Jungem. Zu niedlich. Schauen noch lange zu.
Am Abend müssen wir schmunzeln wie auffällig viele auf dem Campground mit den Cradle Mountain Fleece- und Regenjacken herumlaufen (diese kann man im Visitor Centre kaufen - da wohl viele Mainland-Australier und Touristen keine Jacken (dabei) haben...). Die Nacht ist erneut kalt und nass. Wir bleiben solange wies geht vor dem Kamin (übernachten ist dort leider nicht erlaubt). Auch am nächsten Morgen ist das Wetter nicht besser. Wir verlassen Cradle Mountain. Besuchen die Art Gallery im Interpretative Centre. Speziell schöne Photographien sind ausgestellt. Die meisten zeigen Australien. Gleich daneben ist die Ausstellung über den Tasmanischen Tiger, welcher leider im Jahre 1936 ausgestorben ist. Sogar Videomaterial ist vorhanden, was das ganze sehr interessant macht. 7AUD/P Eintritt kostete uns beides zusammen, wobei wir locker hinein und wieder hinaus hätten gehen können ohne auch nur gesehen zu werden. Über Sheffield nach Latrobe. Esse leckeren Tassal Lachs. Der Campingplatz kostet 20AUD/N. Und ist voll von jungen Asiaten, welche wahrscheinlich im nahegelegenen Devonport arbeiten. Auf der Suche nach Platypussen laufen wir einmal rund um die Pig Island. Ohne Erfolg. Gegen Abend fahren wir zum Warrawee Forest Reserve und sehen dort tatsächlich einen Platypus im Wasser. Ganz nah. Wir sind entzückt. Die sind tatsächlich sehr klein. Er ist sehr aktiv. Eine geführte Tour ist auch noch unterwegs. Später sind wir zusammen mit einem Paar noch die einzigen welche sich mit dem Tourguide unterhalten.
Und endlich wieder eine warme Nacht. Also nur mit unserer Holzfällerjacke und Thermounterwäsche. Viel Aktivität (wahrscheinlich Schichtwechsel) bei den Chinesen nebenan in der Nacht. Sogar die Polizei ist mit von der Partie ;-)
Versuchen bei dem Wetter das beste daraus zu machen und haben uns sämtliche einigermassen interessanten und günstigen ;) Indooraktivitäten und Museen der Region herausgesucht. In den Nord-Westen zu fahren macht echt keinen Sinn mehr. Besuchen das Schokoladenmuseum in Anvers. Ein belgischer Schokoladenproduzent bietet auch freies Probieren an. Und man sieht hinter die Kulissen. Sind grad in voller Vorbereitung für Ostern. Wir kaufen schwarze Schokolade fürs Gemüt. In Devonport wollen wir das Tiagarra Aboriginal Cultural Centre besichtigen gehen. Dumm nur, hat das nur noch DI+MI geöffnet. Sehen so, die hier gefundenen Engravings verwahrlost und ohne jegliche Information. Dave, ein pensionierter Helfer im Visitors Centre will uns mal wieder nicht gehen lassen. Er bereiste alle 2 Jahre die Schweiz mit dem Zug, bis er Herzprobleme kriegte und seine Versicherung ihn nicht mehr deckt. Er war Vice Director des örtlichen Maritime Museum, welches wir nun natürlich auch besichtigen müssen. Nach so viel Werbung. Es regnet munter weiter. 5AUD/P kostet der Eintritt. Die Geschichte der Insel und vor allem der Spirit of Tasmania (Fähre) ist gut dokumentiert. Hübsch gestaltet und sehr informativ. Fahren nach Riana in den Pioneers Park wo man für 8AUD/N übernachten kann. Ganz hübsch und gemütlich. Nur wieder kalt. Wir haben den Höhenunterschied zu Devonport nicht beachtet. Wir spielen Dame. Lächerlicher 3 Meter plastik Pinguin als Hauptattraktion in Penguin. Ganzer Ort voller Pinguine. Keine echten, aber omnipräsent in Werbung, im Namen der Geschäfte. Überdosis komplett. In Devonport besuchen wir spontan die Motorshow (10AUD/P). Wenige alte Autos und viele viele Motorräder sind ausgestellt. Die Hälfte der Leute hier gehören der lokalen Motorradgang an. Es werden die besten Tattoos prämiert und die Miss Bikini gewählt. Die Schülerband spielt. Ein herrlicher Event. Irgendwie fallen wir mal wieder auf. Und das trotz schwarzer T-Shirts. Der Rotary Club verkauft Essen, welches er selber noch nie probiert hatte. Es ist mehr Autohandel und Treffpunkt. Später sitzen wir in Devenport im Kaffee zu einer Iced Chocolate. Leider mit (Caramel?) Sirup!!! Und das soll hier eine Spezialität sein. Keine echte Schokolade und Vanille Ice. Diese Nacht sind wir in Ulverstone für 17AUD/N auf dem Turners Beach Campingplatz. Sind glaube die einzigen Touristen hier. Der Rest sind Dauerstellplätze oder wohnen sogar hier. Am Liliaco Beach wollen wir die Little Penguins beobachten. Haben uns nur ein wenig mit dem Zeitpunkt des Eindunkelns vertan. Müssen so von 7pm bis 9.30pm warten, bis wir den ersten Pinguin zu Gesicht bekommen. Ausnahmsweise ist das Wetter stabil. Nur kalt. Jungtiere leider schon ausgewachsen. Zeit des Moultings. Weshalb wir nur noch 1 Jungtier und 3 Erwachsene Tiere sehen. Einer watschelt einige Zentimeter vor unseren Augen den Strand hinauf. Süss. Es kommt sogar noch eine Tour. Ein Ranger und mehrere Freiwillige geben Informationen. Treffen die beiden Deutschen aus den Grampians wieder, welche unser Auto von der Strasse her erkannt hatten und uns spontan beim Pinguin schauen besuchen. Reden noch lange in die Nacht hinein. Über Nacht regnets erneut.
Der Morgen ist prächtig. SLIPSLAPSLOP und ab an die Sonne. Blauer Himmel! Zwei Tage vor Abreise aufs Festland. Immerhin auch das Festland hatte in den letzten Tagen mit üblen Stürmen und Unwettern zu kämpfen. Omid möchte ein hartgekochtes-Ei und greift aus Versehen zu den Rohen. Spiegelei ist auch lecker. In Penguin ist Indoor-Market angesagt. Es wird aber praktisch nur Ramsch angeboten. Aber nur schon wegen der Leute hat es sich gelohnt herzukommen. Eine Life-Band spielt. Der ganze Ort ist anzutreffen. Entlang der Küstenstrasse gehts zurück nach Devonport. Im Devonport East Holiday Village Campingplatz checken wir für 12AUD/N (!!!) ein und treffen die beiden Deutschen wieder welche bereits heute aufs Festland fahren. Sind praktisch alleine auf der von Blumen übersäten Wiese. Möven und Enten. Und warme Dusche inklusive.
Das Wetter zum Abschluss unseres Abstechers nach Tassie ist fantastisch. Bei der Spirit of Tasmania versagen die Computer, weshalb sich unsere Abfahrt etwas verzögert (zum Glück haben wir uns Sandwiches gemacht). Die Überfahrt ist dann aber ruhig. Und wir haben gelernt gleich schlafen zu gehen, solange die See noch ruhig ist. Und mit der Aussicht, morgen dank der Verspätung etwas länger schlafen zu können, schlafen wir ein.
Location:
Hobart TAS 7000, Australia
Friday, February 3, 2012
Erster Teil Tasmanien - Und hört der Regen auch mal auf? Nein, Schnee gilt nicht
Ein mehr oder weniger ernsthafter Security Check. Wir müssen unsere Gas-Flaschen abgeben und diese nach der Überfahrt wieder abholen. Früchte, Gemüse und Fische müssen auf dem Festland gelassen werden. Die Zuständige Frau an der Quarantäne-Station kommt aber nicht an unseren Kühlschank ran um dies zu überprüfen - so muss Omid hineinklettern und aufsagen, was da alles drin ist. Die Warteschlange ist lang. Frage mich wie die in der kurzen Zeit das Schiff wieder auf Vordermann bringen. Es sind viele super Sportwagen mit uns an Bord. In ein par Tagen findet um Hobart ein Autorennen statt. Omid fallen fast die Augen aus dem Kopf. Haben uns eine Kabine genommen. Dabei handelt es sich um eine 4er Kabine mit Kajütenbetten (in 2er Belegung). Mal was anderes. Aber ein Bett. Im Melbourner Becken ist die See ruhig. Machen den Fehler und schauen noch einen Kinofilm nach einem total geschmacklosen und überteuerten Znacht an Bord. Nach dem Film sind wir nämlich auf offener See und die Fähre schwankt beachtlich. Können nicht wirklich schlafen. Hören die Wellen ans Schiff schlagen. Dass wir um 6am schon auf der Insel ankommen machte das ganze nicht besser. Der Hafen von Devonport führt einem auf einem schmalen Kanal mitten ins Städtchen hinein. Von hoch oben auf dem Schiff sieht alles so klein aus.
Wissen, dass es auf Tasmanien etwa jeden zweiten Tag regnet. Freuen uns deshalb sehr, als wir sehen, dass es nur bewölkt ist. Die Landschaft ist der Hammer. Vielleicht ein wenig mit Kanada vergleichbar. Herrscht ja auch fast dasselbe Klima. Wir sind einfach zu nah an der Antarktis dran. Die Häuser sind ausserorts ein wenig wie man sie sich in Alaska vorstellt. Mit Holz und in verschiedenen warmen Farben angestrichen. Viele Wildtiere. Dementsprechend viele Tiere liegen am Strassenrand. Einwohner hat es hier auf einer Fläche, zwei Mal so gross wie die Schweiz, nur 500'000. Sind auf dem Weg nach Lauceston. Wollen die Insel im Uhrzeigersinn erkunden. Tamar Valley. Weingegend um Grindelwald. Ja hier haben sie tatsächlich einen Ort namens Grindelwald mit süssen Chalets und (gemäss Aussies) Schweizer Charme hingepflanzt. Das Alpenrosen Restaurant und die Shops sind eher peinlich. Sie verkaufen Bayrische Hüte und Kuckucksuhren made in China. Die Cataract Gorge, das Naherholungsgebiet der Städter hier ist voller Touristen. Mit längster freihängender Sesselbahn der Welt. Sogar für den Carpark müssen wir bezahlen. Zum Spazieren aber ganz schön. Die Gegend ist sehr hügelig. Trucky kämpft förmlich mit den Steigungen. Auf der Bridestowe Lavendelfarm ist grad das Ende der Erntezeit im Gange (hatten wir nicht gewusst). 106ha. Netterweise haben sie einige Abschnitte des Feldes für die Touristen belassen. Für den stolzen Eintrittspreis von 7AUD/P durchaus zu erwarten. Vor allem Öl wird hergestellt. Sehen die beeindruckende Destillerie. Überfüllter Scottsdale Gratis-Campingplatz. Wir sind todmüde. Schön an einem Teich gelegen. Mit grossen Enten. Nebenan hat es viele Chinesen. Sie stehen auf die Kloschüssel, anstatt sich drauf zu setzen.
Ein Australier macht uns am Morgen auf einen fressenden Platypus im Schilf aufmerksam. Leider können wir nur seine Bewegungen im Wasser erkennen. Die vom Touristenbüro ist mit unseren Fragen überfordert. Sie kennt sich nur mit Kunst-Gallerien aus. In Legerwood sehen wir die in Bäume geschnitzten Kriegsdenkmäler. Mt Victoria Forest Reserve. Eine schöne Strecke. Wanderung zu den Ralph Falls. Eindrücklicher Wasserfall über nahezu senkrechte Felswände fallend. Ein gutes Fernglas ist auf der Aussichtsplattform montiert, von welcher aus man die ganze Region überblicken kann. Machen den Loop über die Cash Gorge zurück zum Parkplatz. Moos, Farn. Schööön. Viele Wasserläufe entlang des Wanderweges. Und keine Menschenseele. Echidna. Die Columbia Falls gehören mit ihren 90m zu den höchsten in Tasmanien.
Wildcampieren ist hier im Gegensatz zum übrigen Australien noch vielerorts erlaubt. So stellen wir uns das Festland vor 10 Jahren vor. Little Blue Lake bei South Mount Cameron. Ehemaliges Zinnabbaugebiet, welches mit Wasser geflutet wurde. Das Wasser ist stark Säure und Aluminiumhaltig. Haben uns noch auf der Fähre den Monatspass für alle Nationalparks auf Tasmanien für 60AUD gekauft. Leider ist jedoch das Campieren nicht inklusive. 1/3 von Tasmanien ist National Park Gebiet. Mt William (man beachte dieser ist stolze 216m hoch!!!) National Park. Forester Kangaroo Drive. Das grösste Kangaroo Tasmaniens mit bis zu 70kg Gewicht gibts (nur noch) hier in grosser Zahl zu bestaunen. Und auch das Pademelon. Stumpys Campingplatz 1-4 nahezu ausgebucht. 13AUD/N. Direkt am Meer. Känguruhs zum Anfassen. Die Armen essen unsere Chiliüberreste. Es ist feucht.
Policemans Point zum Frühstück. Es nieselt leicht. Hier startet die Bay of Fires, einer der zwei schönsten Sandstrände auf Tasmanien. Und ist auf der Liste der 100 Dinge die man gesehen haben muss, bevor man stirbt. Aber definitiv bei Sonne! So mit bewölktem Himmel… Schwarze Steine und weisser Sandstrand. Farbige Muscheln. Pelikane. Laufen ein wenig dem nahezu einsamen Strand entlang. Bei Nebel treffen wir in St. Helens ein. Es beginnt zu regnen. Immerhin am Nachmittag soll es besser werden. Fahren zum Dora Point Gratis-Campingplatz und duschen dort. Kaltwasser. Denke zuerst, der Schwefel-Moder-Gestank kommt vom Abguss bis ich merke (ich sage jetzt nicht wie), dass das Wasser dunkelbraun ist und so stinkt. Beschliesse (im Gegensatz zu Omid ;)) die Haare ein ander mal zu waschen. Die Sonne kommt tatsächlich noch ein wenig durch. Binalong Bay bei schönem Wetter. Steine mit roter Flechte. Die Farbenkombination mit Grün und Blau einfach der Hammer. Die Bay of Fires dahinter im Dunst. Frische Brombeeren am Wegrand. Schöne Küstenstrasse (schöner als die Great Ocean Road). Eureka Farm. Wir decken uns mit frischen Kirschen und Erdbeeren ein. Obwohl sie eigentlich schon geschlossen haben, wartet die Besitzerin geduldig, bis sich Omid endlich für eine der speziellen Homemade-Eissorten entscheiden konnte. Ab in die düsteren Wolken. Herrliche Stimmung. Fonduestimmung. Wir haben eins auf Vorrat dabei. Per Zufall hat Omid ein Brot mit Knoblauch erwischt. Weiss nicht, ob wir das sonst auch gegessen hätten. Es war im Laden nicht angeschrieben! Es regnet leicht am Abend. Und so geht es am Morgen weiter (mit Regen). An Lagunen im Dunst gehts vorbei nach Bicheno. Dort treffen wir einen Studienkollegen von Omid mit seiner Freundin auf dem East Cost Holiday Park. 30AUD/N. Sie sind seit 3 Monaten in Australien unterwegs und bereits 10 Tage auf Tasmanien. In ein paar Tagen gehts zurück in die CH. Sie sind mit einem Mietwagen unterwegs und übernachten jeweils in Cabins oder Hotels. Schauen uns zusammen das Blowhole an und erkunden Bicheno via Foreshore Trail bei Sonnenschein und viel Wind. Am Abend giesst es in Strömen und wird so richtig kalt. Sind froh ab der Heizung in ihrer Cabin. Am nächsten Morgen regnets noch immer in Strömen. Nicht gerade optimal um den zweiten der zwei schönsten Strände Tasmaniens zu sehen. Die beiden trinken derweil aus der Wasserflasche Marke; "Another Bloody Water". Er isst Crumpets (mit Vegemite) zum Frühstück. Eine Australische Spezialität von der wir bisher noch nicht gehört hatten. Werden wir aber bald ausprobieren. Zusammen fahren wir in den Freycinet National Park. Wandern zum Wineglass Bay Aussichtspunkt. Bei Regen. Und Wind. Im Kaffe von Coles Bay verbringen wir den Nachmittag. Verabschieden uns. Für uns gehts weiter Richtung Süden. Ohne Sonne macht die Ostküste echt keinen Sinn. Triabunna. Weniger Kühe, dafür mehr Schafe. Raue See. Steile Klippen. Echidnas in Massen am Wegrand (noch lebendig). Wielangta Forest. malerische Fahrt durch den Regenwald. Im Nebel. Auf einem Rastplatz finden wir nach längerer Irrfahrt in der Nähe von Dunalley eine Bleibe. Eine Australierin aus Queensland mit Pudel freut sich über ein wenig Unterhaltung oder besser vier Ohren zum Zuhören. Zum Glück beginnt es irgendwann mal zu regnen. Und es regnet die ganze Nacht. Am Morgen regnets weiter.
Besichtigen Port Arthur. Die ehemalige Sträflingskolonie von Tasmanien von 1830-70. Über den nahegelegenen Strandweg gehts via 30min Wanderung zur Historic Site (und wir sparen uns die 30AUD/P Eintrittsgebühr - einen einfachen Eintritt gibt es nicht, man muss noch eine Schifffahrt im Hafen, eine Einführungstour und die Übersichtskarte (gabs auch Online) kaufen). Später besichtigen wir die Tasman Peninsula. Tasman Arch, Devils Kitchen und Blowhole. Eindrückliche Klippen. Eaglehawk Neck mit Dogline. Überwachung der Inselinsassen an schmalster Stelle. Das Museum hat kurz vor 6pm leider schon geschlossen. Viele kleinere Inseln sind mit Dämmen verbunden. Die Engländer waren mal wieder kreativ mit der Namensgebung; Cambridge, Brighton. Witzige Nummernschilder auf den Autos verkürzen die Fahrt bei Regen; MISSILE - an einem schwarzen Sportwagen. In der Nähe von Hobart (nach dringendem Tanken) checken wir auf dem Treasure Island Campingplatz für 27AUD/N ein. Hunderte Hasen und Enten sind hier unterwegs. Aussicht auf Hobart, respektive seine am Hang gebauten Häuser - gigantisch. Hobart ist die zweitälteste Stadt Australiens. Liegt am Fusse des Mt Wellington. Die Nacht ist eiskalt. Der Morgen etwas freundlicher. Besuchen den Hafen von Hobart. Wunderschöne Fischerboote und Segeljachten. Die Atmosphäre schön. Battery Point und Salamanca mit alten Wohnhäusern mit den typischen Verzierungen. Schöne Gärten, mit vielen Rosen. Salamanca Place mit Delikatessenläden, Kaffees und Boutiquen. Hier kann man sogar Ice Skaten (Freitags von 8-10pm). Meeresrauschen am Morgen, Sonne und ein Hahn, der kräht. Tanken Vitamin D der letzen Tage nach.
Wissen, dass es auf Tasmanien etwa jeden zweiten Tag regnet. Freuen uns deshalb sehr, als wir sehen, dass es nur bewölkt ist. Die Landschaft ist der Hammer. Vielleicht ein wenig mit Kanada vergleichbar. Herrscht ja auch fast dasselbe Klima. Wir sind einfach zu nah an der Antarktis dran. Die Häuser sind ausserorts ein wenig wie man sie sich in Alaska vorstellt. Mit Holz und in verschiedenen warmen Farben angestrichen. Viele Wildtiere. Dementsprechend viele Tiere liegen am Strassenrand. Einwohner hat es hier auf einer Fläche, zwei Mal so gross wie die Schweiz, nur 500'000. Sind auf dem Weg nach Lauceston. Wollen die Insel im Uhrzeigersinn erkunden. Tamar Valley. Weingegend um Grindelwald. Ja hier haben sie tatsächlich einen Ort namens Grindelwald mit süssen Chalets und (gemäss Aussies) Schweizer Charme hingepflanzt. Das Alpenrosen Restaurant und die Shops sind eher peinlich. Sie verkaufen Bayrische Hüte und Kuckucksuhren made in China. Die Cataract Gorge, das Naherholungsgebiet der Städter hier ist voller Touristen. Mit längster freihängender Sesselbahn der Welt. Sogar für den Carpark müssen wir bezahlen. Zum Spazieren aber ganz schön. Die Gegend ist sehr hügelig. Trucky kämpft förmlich mit den Steigungen. Auf der Bridestowe Lavendelfarm ist grad das Ende der Erntezeit im Gange (hatten wir nicht gewusst). 106ha. Netterweise haben sie einige Abschnitte des Feldes für die Touristen belassen. Für den stolzen Eintrittspreis von 7AUD/P durchaus zu erwarten. Vor allem Öl wird hergestellt. Sehen die beeindruckende Destillerie. Überfüllter Scottsdale Gratis-Campingplatz. Wir sind todmüde. Schön an einem Teich gelegen. Mit grossen Enten. Nebenan hat es viele Chinesen. Sie stehen auf die Kloschüssel, anstatt sich drauf zu setzen.
Ein Australier macht uns am Morgen auf einen fressenden Platypus im Schilf aufmerksam. Leider können wir nur seine Bewegungen im Wasser erkennen. Die vom Touristenbüro ist mit unseren Fragen überfordert. Sie kennt sich nur mit Kunst-Gallerien aus. In Legerwood sehen wir die in Bäume geschnitzten Kriegsdenkmäler. Mt Victoria Forest Reserve. Eine schöne Strecke. Wanderung zu den Ralph Falls. Eindrücklicher Wasserfall über nahezu senkrechte Felswände fallend. Ein gutes Fernglas ist auf der Aussichtsplattform montiert, von welcher aus man die ganze Region überblicken kann. Machen den Loop über die Cash Gorge zurück zum Parkplatz. Moos, Farn. Schööön. Viele Wasserläufe entlang des Wanderweges. Und keine Menschenseele. Echidna. Die Columbia Falls gehören mit ihren 90m zu den höchsten in Tasmanien.
Wildcampieren ist hier im Gegensatz zum übrigen Australien noch vielerorts erlaubt. So stellen wir uns das Festland vor 10 Jahren vor. Little Blue Lake bei South Mount Cameron. Ehemaliges Zinnabbaugebiet, welches mit Wasser geflutet wurde. Das Wasser ist stark Säure und Aluminiumhaltig. Haben uns noch auf der Fähre den Monatspass für alle Nationalparks auf Tasmanien für 60AUD gekauft. Leider ist jedoch das Campieren nicht inklusive. 1/3 von Tasmanien ist National Park Gebiet. Mt William (man beachte dieser ist stolze 216m hoch!!!) National Park. Forester Kangaroo Drive. Das grösste Kangaroo Tasmaniens mit bis zu 70kg Gewicht gibts (nur noch) hier in grosser Zahl zu bestaunen. Und auch das Pademelon. Stumpys Campingplatz 1-4 nahezu ausgebucht. 13AUD/N. Direkt am Meer. Känguruhs zum Anfassen. Die Armen essen unsere Chiliüberreste. Es ist feucht.
Policemans Point zum Frühstück. Es nieselt leicht. Hier startet die Bay of Fires, einer der zwei schönsten Sandstrände auf Tasmanien. Und ist auf der Liste der 100 Dinge die man gesehen haben muss, bevor man stirbt. Aber definitiv bei Sonne! So mit bewölktem Himmel… Schwarze Steine und weisser Sandstrand. Farbige Muscheln. Pelikane. Laufen ein wenig dem nahezu einsamen Strand entlang. Bei Nebel treffen wir in St. Helens ein. Es beginnt zu regnen. Immerhin am Nachmittag soll es besser werden. Fahren zum Dora Point Gratis-Campingplatz und duschen dort. Kaltwasser. Denke zuerst, der Schwefel-Moder-Gestank kommt vom Abguss bis ich merke (ich sage jetzt nicht wie), dass das Wasser dunkelbraun ist und so stinkt. Beschliesse (im Gegensatz zu Omid ;)) die Haare ein ander mal zu waschen. Die Sonne kommt tatsächlich noch ein wenig durch. Binalong Bay bei schönem Wetter. Steine mit roter Flechte. Die Farbenkombination mit Grün und Blau einfach der Hammer. Die Bay of Fires dahinter im Dunst. Frische Brombeeren am Wegrand. Schöne Küstenstrasse (schöner als die Great Ocean Road). Eureka Farm. Wir decken uns mit frischen Kirschen und Erdbeeren ein. Obwohl sie eigentlich schon geschlossen haben, wartet die Besitzerin geduldig, bis sich Omid endlich für eine der speziellen Homemade-Eissorten entscheiden konnte. Ab in die düsteren Wolken. Herrliche Stimmung. Fonduestimmung. Wir haben eins auf Vorrat dabei. Per Zufall hat Omid ein Brot mit Knoblauch erwischt. Weiss nicht, ob wir das sonst auch gegessen hätten. Es war im Laden nicht angeschrieben! Es regnet leicht am Abend. Und so geht es am Morgen weiter (mit Regen). An Lagunen im Dunst gehts vorbei nach Bicheno. Dort treffen wir einen Studienkollegen von Omid mit seiner Freundin auf dem East Cost Holiday Park. 30AUD/N. Sie sind seit 3 Monaten in Australien unterwegs und bereits 10 Tage auf Tasmanien. In ein paar Tagen gehts zurück in die CH. Sie sind mit einem Mietwagen unterwegs und übernachten jeweils in Cabins oder Hotels. Schauen uns zusammen das Blowhole an und erkunden Bicheno via Foreshore Trail bei Sonnenschein und viel Wind. Am Abend giesst es in Strömen und wird so richtig kalt. Sind froh ab der Heizung in ihrer Cabin. Am nächsten Morgen regnets noch immer in Strömen. Nicht gerade optimal um den zweiten der zwei schönsten Strände Tasmaniens zu sehen. Die beiden trinken derweil aus der Wasserflasche Marke; "Another Bloody Water". Er isst Crumpets (mit Vegemite) zum Frühstück. Eine Australische Spezialität von der wir bisher noch nicht gehört hatten. Werden wir aber bald ausprobieren. Zusammen fahren wir in den Freycinet National Park. Wandern zum Wineglass Bay Aussichtspunkt. Bei Regen. Und Wind. Im Kaffe von Coles Bay verbringen wir den Nachmittag. Verabschieden uns. Für uns gehts weiter Richtung Süden. Ohne Sonne macht die Ostküste echt keinen Sinn. Triabunna. Weniger Kühe, dafür mehr Schafe. Raue See. Steile Klippen. Echidnas in Massen am Wegrand (noch lebendig). Wielangta Forest. malerische Fahrt durch den Regenwald. Im Nebel. Auf einem Rastplatz finden wir nach längerer Irrfahrt in der Nähe von Dunalley eine Bleibe. Eine Australierin aus Queensland mit Pudel freut sich über ein wenig Unterhaltung oder besser vier Ohren zum Zuhören. Zum Glück beginnt es irgendwann mal zu regnen. Und es regnet die ganze Nacht. Am Morgen regnets weiter.
Besichtigen Port Arthur. Die ehemalige Sträflingskolonie von Tasmanien von 1830-70. Über den nahegelegenen Strandweg gehts via 30min Wanderung zur Historic Site (und wir sparen uns die 30AUD/P Eintrittsgebühr - einen einfachen Eintritt gibt es nicht, man muss noch eine Schifffahrt im Hafen, eine Einführungstour und die Übersichtskarte (gabs auch Online) kaufen). Später besichtigen wir die Tasman Peninsula. Tasman Arch, Devils Kitchen und Blowhole. Eindrückliche Klippen. Eaglehawk Neck mit Dogline. Überwachung der Inselinsassen an schmalster Stelle. Das Museum hat kurz vor 6pm leider schon geschlossen. Viele kleinere Inseln sind mit Dämmen verbunden. Die Engländer waren mal wieder kreativ mit der Namensgebung; Cambridge, Brighton. Witzige Nummernschilder auf den Autos verkürzen die Fahrt bei Regen; MISSILE - an einem schwarzen Sportwagen. In der Nähe von Hobart (nach dringendem Tanken) checken wir auf dem Treasure Island Campingplatz für 27AUD/N ein. Hunderte Hasen und Enten sind hier unterwegs. Aussicht auf Hobart, respektive seine am Hang gebauten Häuser - gigantisch. Hobart ist die zweitälteste Stadt Australiens. Liegt am Fusse des Mt Wellington. Die Nacht ist eiskalt. Der Morgen etwas freundlicher. Besuchen den Hafen von Hobart. Wunderschöne Fischerboote und Segeljachten. Die Atmosphäre schön. Battery Point und Salamanca mit alten Wohnhäusern mit den typischen Verzierungen. Schöne Gärten, mit vielen Rosen. Salamanca Place mit Delikatessenläden, Kaffees und Boutiquen. Hier kann man sogar Ice Skaten (Freitags von 8-10pm). Meeresrauschen am Morgen, Sonne und ein Hahn, der kräht. Tanken Vitamin D der letzen Tage nach.
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