Tuesday, March 27, 2012

Bye bye Ostseite der Great Dividing Ranges - Bye bye Kälte und Nässe

Wunderschön ist es, das Manning Valley. Vor allem Cattle Stations und ältere Zuzüger aus Sydney ;). Sehr fruchtbares Land. Die Orangen gedeihen prächtig. Finden die "Villa Marti" auf Anhieb. Was für ein herzlicher Empfang bei Chris und Graham, obwohl wir uns noch nie vorher gesehen haben. Nur viel voneinander gehört. Leider sind die beiden Kinder nicht mehr zuhause. Noch befindet sich das Haus im Bau. Vorher waren die beiden 10 Monate durch Australien unterwegs. Haben uns viel zu erzählen.


Mir gefällt wie Stein und Holz sorgsam in das Haus eingebettet sind. Graham macht viel selbst. Das grosse Grundstück grenzt an den Fluss. Eigener Bahnübergang. Kühe vom Nachbarn grasen auf den Wiesen. Die Aussicht auf die Hügellandschaft gleicht schon fast einer in der Schweiz. Werden mit "Züri Gschnäztletem" überrascht. Fühlen uns wie zuhause. Auch hier wird Regenwasser getrunken. Am Abend gehen die beiden an ein Meeting: Keine Strommasten im Manning Valley. Jeder im Ort hat Aufgaben übernommen. Es regnet. Wir haben uns im "Schuppen" eingerichtet (mit eigenem Badezimmer!), worin die beiden auch ein Jahr gelebt hatten. Planen unsere Weiterreise. Gegen Nachmittag des nächsten Tages kommt die Sonne durch. Sehen uns Fotos der Familie an. Grillieren (eigens für uns gekaufte) deutsche Würste (mit viel Zwiebeln (nach Aussie Art)) und sitzen noch lange gemütlich am Lagerfeuer gleich neben dem Haus. Der Sternenhimmel ist gigantisch. Nicht minder der Dessert mit Honig von den eigenen Bienen.


Verabschieden uns bei prächtigem Wetter. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder (in der Schweiz?). Scenic Drive zu den Ellenborough Falls. Ein Schild preist Angus Bullen an (ganze Tiere, statt nur dem Steak ;)). Gestern hat die Polizei einen der meistgesuchtesten Verbrecher Australiens; Naden, geschnappt, welcher sich über Jahre in der Region versteckt hatte. Wir stehen vor den zweithöchsten Wasserfällen der südlichen Hemisphäre (200m). Zurzeit mit viel Wasser. Wanderweg nur etwas rutschig und schlammig. Wir kaufen hausgemachtes Brot und Süsses vom Kiosk. Minuten vorher aus dem Ofen gezogen. Auch die lokale Schule wird einmal die Woche von hier bekocht. Fahren in den Tapin Tops National Park. Feuerholz ist gesammelt. Beim Dingo Tops Camping Platz bleiben wir für eine Nacht (10 AUD). Geniessen die Ruhe bis eine Motocross Gruppe nebenan ihre Zelte aufschlagen. Die Töffs kriegen dabei bessere Unterstände als ihre Besitzer. So ums Feuer am Abend (es ist ziemlich kalt) wird es dann trotzdem romantisch. Omid kriegt beim Abendessen einen Blutgel nur sehr schwer wieder von seinem Finger ab. Ich lache mich kaputt und er sitzt jetzt im Schneidersitz auf dem Stuhl :-) Trotz Sonne ist der Morgen sagens wir mal nett ausgedrückt saukalt. Die Weiterfahrt wird uns nicht einfach gemacht. Ganze Bäume liegen auf der Strasse. Zu zweit schwierig wegzuräumen. Als wir einem dickeren Ast Ausweichen wollen schlittern wir auf dem rutschigen Untergrund - 4WD einlegen, etwas zurücksetzen, Anlauf holen und dann halt drüber fahren. Nowendoc Road. Unser Ziel ist das andere Ende der Great Dividing Ranges. Dorthin wo es jetzt warm und trocken sein soll. Durch Kuhherden durch. Der Shop in Nowendoc hat einfach so geschlossen. Picknick in Walcha. Das Differential leckt. Gut haben wir Trucky für Montag in Quirindi zum Service angemeldet. Schlangen überqueren die Strasse (oder versuchen es wenigstens). Tamworth, das Country Music Capital, aber nicht zu dieser Zeit. Kohleabbau. Deshalb stehen viele Farmen leer. Riesen Sonnenblumenfelder. Mir gefallen vor allem die Sonnenblumen die man dann Kilometer weiter weg vereinzelt am Strassenrand finden kann. Im Campingplatz in Quirindi bleiben wir für zwei Nächte a 21AUD (Powered). Host betont schon fast auffällig wie ruhig, sauber und sicher es hier ist. Und ob wir dann wirklich schon zwei Nächte bezahlen wollen? Ruhig müssen wir dann wenig später merken, ist es hier ganz und gar nicht. Der Zug düst mit lautem Gehupe (unüberwachter Übergang) im Stundentakt durch den Ort (auch in der Nacht). Wir hoffen mal, dass sie mit dem Rest Recht behält. Nur graue Nomaden hier. Und Arbeiter. Die Nacht war Sternenklar und eiskalt. Der Tag dementsprechend der Hammer! Habe am Abend Kopfschmerzen da zuviel Sonne getankt ;). Schütte Rotwein über den Laptop. Hoffentlich kann man ihn noch retten (sonst bin ich morgen Hackfleisch ;)).


Heute ist der Service angesagt. In weiser Voraussicht haben wir den ganzen Nachmittag hierfür eingeplant. Zu unserer Freude wird er von einem Mechaniker durchgeführt, welcher selber einen Landcruiser besitzt. Werden im kleinen Ort wie Ausserirdische angeschaut. Jeder sonst kennt sich. Kommt wohl sehr selten ein Tourist vorbei. Und bestimmt keiner, der seinen Service hier machen lässt. Schon erfreulich bald befinden wir uns auf der Weiterfahrt in Richtung Outback NSW. Kilometer lange Maisfelder. Kurz vor der Ernte. In Caroona bleiben wir auf dem gratis Campingplatz gleich bei der City Hall. Ein Deutscher und eine Kanadierin, welche aber seit 50 Jahren hier leben sind erstaunt, dass wir wissen, was Fossilien sind und texten uns darauf zu mit ihren Funden der Umgebung. Die ganze Nacht hören und sehen wir die Trucks und Züge durchfahren.
Die Sonne scheint. Sogar auf der Hauptstrasse findet man hier draussen unüberwachte Bahnübergänge. Da muss man teuflisch aufpassen. Endlich wieder rote Erde unter den Rädern. Endlose Weiten. Riesige Stations. Unaussprechbare (und wenn dann sicher falsche betonte), ellenlange Ortsnamen. Grösster Planetenweg der Erde. Road Kill. Rocky Road (nicht zum Essen). Ausgetrocknete Flussbecken. Trucks am Laufmeter und vereinzelt wieder Road Trains. Lauschen wieder ihren äusserst abwechslungsreichen Unterhaltungen über Funk (fucking..blabla..fuckingblabla…fucking). Das ist das Outback. Das ist Australien. Wir schwitzen. Treffen in Tullamore ein wo wir für 8AUD die Nacht auf den Showgrounds verbringen. Herrlich verschlafenes Örtchen, welches gerade in den Vorbereitungen zum grossen Irish Festival über Ostern steht. Das Gras ist frisch gemäht (=Millionen von Moskitos). Zum reinigen der Klos sind sie leider noch nicht gekommen. Schöner Sonnenuntergang über dem Cricket Oval ;). Der Platzwart möchte uns gerne im Pub den Film zeigen; Weshalb Leute nach Tullamore ziehen.

Wednesday, March 21, 2012

Country NSW - Fahren im Matsch: Definitiv abgehakt

Mit kurzem Zwischenhalt im persischen Laden gehts ab in die Blue Mountains. Es regnet. Der berühmte Echo Point mit Blick auf die Three Sisters hat jetzt so kurz vor Sonnenuntergang fast keine Touristen mehr. Es ist angenehm ruhig. Das Parkticket kostet mindestens 3.80AUD. Die Three Sisters stehen sogar für kurze Zeit in der Sonne. Kommentar Omid: Wenigstens sind es noch drei. Können den blauen Dunst aber tatsächlich ausmachen, der erwiesenermassen vom Öl der Eukalyptusbäume kommt. Checken auf dem Caravan Park in Katoomba zu 27AUD/N ein. Das Swiss Cottage, welches uns Linda und Greg empfohlen hatten, hat leider Montags geschlossen. Hätten uns so auf ein Raclette zu unserem Hochzeitstag gefreut.
Ein kühler Wind weht, die Sonne scheint. Am Morgen ist der blaue Dunst nicht wirklich ersichtlich. Vielleicht hängt das Phänomen auch ein wenig mit der Sonneneinstrahlung zusammen? Wir sind auf der Suche nach dem "NSW 4WD Top 50" Buch. Scenic Cliff Drive. Die ersten Bäume wechseln bereits die Farbe ihrer Blätter. Der Herbst ist da. Bells Line of Road. Eukalyptus Bäume wohin das Auge reicht. Sind auf über 1000m. Das erklärt die Kälte. Später Regenwald. In Richmond ist die RAAF Basis. Dementsprechend viele Flieger über uns. Auf dem Picknick Platz spielen Leute Golf?! Der "Richmond Club" verweigert uns Zutritt auf den gratis Camping Platz. Wahrscheinlich weil wir Backpackers/zu jung sind (Luxuswohnmobile, Durchschnittsalter 70). Sie sagen aber, dass es daran liegt, dass wir ein normales Auto haben und anerkennen unseren Trucky nicht als Campervan. Egal. Plötzlich ein sich ständig wiederholendes Quietschen. Kann aber nicht mit unserem Auto zusammenhängen, da das Geräusch auch anhält wenn wir schon nicht mehr fahren. Später merken wir, dass es sich dabei um Vogelgezwitscher handelte. In Wisemans Ferry bleiben wir eine Nacht zu 19AUD auf dem Ski Gardens Campingplatz. Wunderschön am Hawkesbury-Fluss gelegen. Die Wiese nur ein wenig durchnässt ;). Erst viel später realisieren wir, dass mit Ski, Wasserski gemeint ist. Im Moment wäre Schnee aber fast realistischer. Vor lauter Nebel können wir die andere Seite des Flusses nicht mehr ausmachen. Mache mir bereits Sorgen, als Omid lange nicht von der Dusche zurück kommt. Es sei so schön warm gewesen. Ein älteres Ehepaar aus Queensland sind die einzigen anderen Gäste. Sie haben sich für ihre Reise nach Melbourne extra noch Handschuhe und Mützen besorgt. Nehmen die Fähre über den Fluss. 24h Betrieb. Wandern einen Teil des Convict Trails: Old Great North Road. Um 1830 von Sträflingen mühsam erbaut um die Siedlungen rund um das Hunter Valley mit Sydney zu verbinden. Die Strasse wurde jedoch mit der Erfindung von dampfbetriebenen Schiffen unbedeutend. Leider seit 1992 für Fahrzeuge gesperrt.


Yengo National Park. Übernachten auf dem Mogo Bushcampingplatz. Besichtigen tags darauf die Burragurra Aboriginal Site in Boree. Zeichnung sehr entwickelt im Vergleich was wir bis jetzt gesehen haben. Oben vom Devils Rock hat man einen gigantischen Blick auf die umliegenden Täler. Finchley Camping Area mit traumhafter Aussicht. Dort bleiben wir für die Nacht. Das Klo ist mit Handabdrücken im Aboriginestil bemalt. Der Riesen Goana macht uns mehr Angst, als wir ihm. Hat wohl schon öfters was zu Essen gekriegt. Später sehen wir ihn einen Baum hochklettern. Das haben wir noch nie gesehen. Ist wohl auch auf der Suche nach Sonne?! Überall hat es Spinnennetze (in allen Höhen). Mit teilweise riesigen Spinnen drin. Ich lasse Omid gerne voraus laufen. Sie sind jedoch am Morgen im Nebel und mit den Tropfen schön anzusehen.


Mit Ausnahme von wenigen Flugzeugen ist es absolut still. Geniessen die Zweisamkeit mit Ameisen, dem Goanna und Vögeln. Der Cultural Walk startet gleich beim Campingplatz. Die Engravings um Sydney gehören zu den grössten in ganz Australien. Eigener Stil. Schade wurden hier fast alle Aborigines ausgelöscht. Können jene die wir bis jetzt in NSW gesichtet haben an einer Hand abzählen. Anscheinend wird die Stelle hier aber noch immer genutzt. Sehen noch ein paar Höhlen/Shelter mit Feuerstellen. Finchley Trig Lookout mir gigantischer 360° Sicht. Wir fühlen uns ganz klein. Dank dem Regen gibt es einige Bachdurchquerungen. In Wollombi sieht der Shop noch aus wie zur Kolonialzeit. Beim Basin Camping Platz essen wir mit Forstmitarbeitern zu Mittag. Sie sind gerade dran die Schäden des vielen Wasser zu beheben. Es soll noch mehr Regen folgen. Olney State Forest. The Watagans National Park. Der Umweg zum Muirs Lookout hat sich nicht wirklich gelohnt. Die Strasse ist in einem katastrophalen Zustand. Viele Potholes. Aber noch immer fahren hier 2WD Fahrzeuge durch (Einheimische). Eine Menge Verzweigungen der Strasse welche ins Nichts führen. Schlecht beschriftet. Boarding House Dam. Romantisches Picknickplätzchen. Ideal für einen alten Pfadidessert. Ein Mann aus Wollongong kapiert nicht, dass wir dort schon waren und gibt uns 30min lang Tips, was man dort sehen kann (mit Fotos, als er sich endlich erinnert, wie man diese auf dem Mobile abrufen kann). Heaton Lookout. Man kann in der Ferne das Meer sehen. Um an den Gap Creek Campingplatz zu kommen müssen wir durch üblen Matsch fahren. So Bergab geht das aber einigermassen gut. Omid mag gar nicht daran denken, wie wir hier morgen wieder durch kommen. Der Wasserfall ist eindrücklich. Die Lianen schön anzusehen. Es ist schrecklich feucht im Regenwald. Rutschige Steine.


Und tatsächlich schaffen wir es nicht mehr aus dem Matsch heraus am nächsten Morgen. Wir haben aber ein riesen Glück, dass genau zu dem Zeitpunkt der Ranger (der letzte Woche an genau der selben Strecke steckengeblieben ist) überprüfen kommt, ob die Strecke für das Wochenende geschlossen werden muss. Mit etwas Glück können wir noch einmal Zurücksetzen (der Ranger stellt sich hierfür auf das Trittbrett auf der Beifahrerseite, damit unsere Räder wieder Kontakt mit dem Boden haben). Beim Zweiten Anlauf graben wir uns bis zur Achse in den Matsch ein. Trucky hat eine Schräglage von 45°. Ich könnte direkt aus dem Fenster aussteigen. Die Tür kann man nicht mehr öffnen. Wir wagen uns nicht uns zu bewegen. Der Ranger zieht uns raus. Omid fragt ihn, ob er den nächsten Versuch wagen möchte. Der Ranger gibt Vollgas und kommt im aller letzter Sekunde auf sicherem Terrain an. Dass Trucky dabei beinahe gekippt wäre (laut Alice) und übelst geraucht hatte (und später nicht mehr anspringen wollte) lassen wir mal weg. Unser Auto brauche ein wenig Pause schmunzelt der Ranger, bis sich die Kupplung wieder abgekühlt hätte. Er sperrt die Strasse. Und wir wissen, dass wir das nächste Mal auf unser Bauchgefühl hören und solchen Matsch garantiert vermeiden. Wenigstens haben wir keinen Blutegel erwischt. Das Auto ist nun innen (Omid wollte unbedingt hören, was der Ranger sagt und hatte die Fenster heruntergelassen) und aussen voll mit Matsche. Leider hatten wir die gesamte Szenerie vor lauter Aufregung nicht fotografisch festgehalten. Kommen in Newcastle an. Und jeder freut sich ab unserem Matschauto. Das Surfest ist noch bis Sonntag im Gange. Kohlehafen. Der Stockton Caravan Park hat sogar noch Platz (29AUD/N). Strand und Sonne. Wir baden tatsächlich im Meer und brauchen Sonnencreme.
Zu früh gefreut. Am nächsten Morgen regnets wieder wie eh und je. Nutzen die gedeckte Campkitchen zusammen mit vielen anderen um unsere CVs zu aktualisieren und erste Jobvermittler zu kontaktieren. Aussie Frühstück nicht für uns, sondern für eine Gross-Familie: 20kg Zwiebeln, 10kg Bacon, 5kg Ham, 30Eier mit viel Öl anbraten und weisses Toastbrot (ungetoastet) dazu. Ein Paar aus der Region lädt uns zum Fischen ein. Auf dem Meer mit einem kleinen Dinghy. Bei dem Wetter. Wir lehnen dankend ab. Wollen Morgen den Surf-Final der Männer schauen gehen.
An der Merewether Beach wo der Event stattfindet scheint wenigstens teilweise die Sonne. Es hat erstaunlich viele Zuschauer dort. Und weit hinten im Meer können wir zwei Punkte ausmachen; die Surfer. Immer 15min wird gegeneinander angetreten. Stehen lange gleich neben einem der Profis ohne es zu merken. Später sehen wir Groupies, die sich mit ihm fotografieren lassen. Ist noch spannend so einem Event beizuwohnen. Auch wenn wir vom Surfen sogar (noch) weniger verstehen wie vom Cricket.
In Tea Gardens haben wir mal wieder eine schlechte Beratung im Visitors Centre. Kaufen den NSW Annual National Park Pass für 45AUD. Gewusst wie lustig golfen bei Regen aussieht? Ab Hawkes Nest fährt man durch Alleeähnlichen Wald von Gum Trees. Koalas. Die Campingplätze sind gut ausgelastet. Dee's Corner schön im Regenwald eingebettet am Myall Lake gelegen. Leider darf man im See nicht baden. Zuviele Algen. Grosse Goanas (auch diese klettern auf Bäume). Und Dingos! Seitdem wir eine Horrorgeschiche (Rudel trennt Mensch von Gruppe und frisst ihn)  gehört haben, trauen wir denen in der Nacht nicht mehr über den Weg. Ein sehr merkwürdiges Ehepaar. Sie schiesst dauernd Fotos vom immer wieder gleichen Sujet, sie macht neben die Kloschüssel. Black Cockatoos und niedliche Kookaburras. Fasane? Immer wieder regnets. Geniessen die Ruhe und das Nichtstun. Das Meer liegt gleich hinter den Dünen. Hohe Wellen, viel Wind. Braune Farbe. Der Ranger zieht die Camping Gebühren erst am zweiten Tag ein (14AUD/N). Persisch Neujahr (1391) um vier Uhr nachmittags. Mungo Brush Rainforest Walk. Dummerweise vergessen wir Mückenspray. Gesicht und Arme/Beine sind sogar duch die Fleece-Jacke komplett verstochen und zugeschwollen. Bombah Point Ferry. 5 AUD. Über Bulahdelah zum Grandis. Dem höchsten Baum in NSW ;).


Scenic drive. Es regnet. Lakes Way nach Seal Rocks. Hier sind viele Surfer unterwegs. Essen auf dem Yagon Camping Platz zu Mittag. Haben aber keine Lust bei dem Wetter hier am Strand zu bleiben. Sugarloaf Lighthouse. Weiter über Forster nach Taree (wir lernen im Bottleshop, dass Penfolds den besten Wein Australiens produziert) wo wir eine Nacht auf dem Twighlight Caravan Park zu 26AUD bleiben bevor wir dann morgen nach Mount George zu Chris und Graham aufbrechen.

Monday, March 12, 2012

Sydney - Von Fussballbegeisterten Aussies

Fahren durch den Royal National Park in Richtung Norden. Viele Menschen sind unterwegs. Geniessen die wenigen Sonnenstrahlen an der Küste. Sehr herzlicher Empfang bei Linda und Greg in Sans Souci. Später sind auch Björn und Pirmin zu Hause. Wir bekommen ein riesen Zimmer und ein nicht minder grosses, gemütliches Bett. Mittlerweile giesst es aus allen Kübeln. Wir sitzen derweil gemütlich im warmen und vor allem im Trockenen. Kaufen uns ein Ticket für sämtlichen öffentlichen Verkehr in Sydney für 51AUD/P/Woche. Das lohnt sich. Mit nur schon unserem zweiten Tag haben wir die Kosten für die Einzelfahrten rausgeholt. Auch die Fähre ist inklusive. Ein strahlend schöner Tag. Fahren ins Zentrum und lassen den Circular Quay auf uns wirken. "Aborigine" spielen Didgeridoo und verdienen sich vor allem Geld durchs posieren für Fotos mit den Touristen. Ihre extra bösen Posen sind lächerlich. Die zwei Musiker nicht im selben Takt. Das Schiff "The World" liegt vor Anker. Hier bestimmen die Eigentümer der Kabinen, wo es als nächstes lang geht. Nicht ganz billig, der Spass (20'000$/Monat Nebenkosten). Links die Harbor Bridge, rechts das Opernhaus. Machen die einstündige Führung mit (35AUD/P). Haben einen absoluten Kenner als Guide und eine angenehm kleine Gruppe. Und zu unserem Glück kommt noch dazu, dass eine Gruppe Musiker in der Probe am Morgen den Anforderungen des Dirigenten nicht genügte und wir so im Konzertsaal eine live Kostprobe eines Klassik-Stückes hören. Hier braucht in der Tat kein Sänger einen Verstärker. Sogar Janet Jackson nicht (Zitat des Guides). Da haben sich die Mehrkosten von fast 100 Millionen Dollar für den Bau der Oper gelohnt. Ein Meisterwerk von innen und aussen. Anscheinend sind auch die Vorstellungen sehr gut ausgebucht. Sind geblendet ab all den Schindeln auf dem Dach.


Nehmen die Fähre nach Watsons Bay. Das Wetter soll in den nächsten Tagen nämlich wieder schlechter sein. Schöner Fleck Erde. Im Hintergrund die Skyline von Sydney. Mit dem Bus (wir wollen unser Ticket ja auch schön auskosten) gehts an die berühmte Bondi Beach. Gönnen uns einen Eiskaffee. Körperkultur vom Feinsten. Sogar in der Mittagshitze quälen sich die Leute joggend durch den Sand. Rote Körper überall. Und knappe Höschen. Ein Goldsucher mittendrin mit seinem Metalldetektor. Im Stossverkehr gehts zurück. Nach dem Abendessen kommt noch Corin vorbei. Gemütliches Zusammensitzen.
Am nächsten Morgen ist es bewölkt. Und windig. Laufen runter nach Ramsgate Beach in der Botany Bay. Hai-Netze für die Schwimmer. Aber es schwimmt niemand. Das Wetter ist gerade mal gut zum Fischen und Joggen. Fahren nach The Rocks. Ein In-Viertel am Sydney Harbour. Man kriegt eine gute Vorstellung, wie der Hafen vor Hundert Jahren ausgesehen hat. Viele alte Gebäude noch vorhanden. Laufen am Theater vorbei zum Darling Harbour. Geniessen dort ein Mövenpick Glace. Ich hatte diejenigen immer belächelt, welche im Ausland nach typisch Schweizerischem gelechzt haben. Nun nach über 8 Monaten sind wir auch langsam soweit :-). Über Town Hall gehts müde nach Hause. Auch Linda und Greg hatten lange in der CH gelebt und so erinnert uns vieles im Haus daran. Nicht nur der Name des Hundes (Heidi). Sie haben sogar ein ZH im Nummernschild. Es schauen alle zusammen ein Fussballspiel im TV. Hier sind alle Fussballer und/oder Fans des FC Sydney (tatsächlich keine Cricketer ;), und das in Australien). Wir stellen unser Auto online auf Gumtree. Und innert Stunden meldet sich schon einer, der Trucky besichtigen und allenfalls dann bereits in zwei Wochen kaufen möchte (und noch ein Betrüger). Moment. Das geht uns dann doch etwas zu schnell. Wir teilen mit, dass Trucky nicht vor Juni zu verkaufen ist (wir wollen ja auch noch ein wenig von Australien sehen). Wollen den Interessenten trotzdem treffen. Als Übung. Und man weiss ja nie.
Heute liegt das momentan grösste Passagierschiff der Welt, die "Queen Mary 2" vor Anker. Besuchen das Queen Victoria Building ohne was zu kaufen (d.h Omid kann dem Deutschen Buttergipfel nicht widerstehen). Dann gehts ab ins Büro von Greg. Später schauen wir dem büroeigenen Fussball-Team beim Spiel zu, sie gewinnen.
Es regnet in Strömen. Anscheinend hat es seit Messbeginn an einem Tag nicht soviel geregnet wie heute. Wagga Wagga ist derweil unter Wasser. Wir werden sogar von Leuten aus der CH besorgt darauf angesprochen. Am Abend gehen wir alle zusammen in den Motorboot-Club essen. Hier kommt man nur als Mitglied oder als Ausländer rein. Esse meine ersten Austern. Mit Sicht auf Kogarah Bay und den Sonnenuntergang. Vorher gibts aber noch eine Tombola. Zu gewinnen Seafood oder Fleisch. Linda gewinnt mehrere Kilos Fleisch. Melden uns für morgen 10am für den Harbor Bridge Climb an und hoffen dass das Wetter hält was es verspricht.


Und tatsächlich, bei schönstem Wetter erklimmen wir die Brücke. Viel Sicherheitsvorkehrungen. Nichts darf runter fallen. Man trägt einen Overall. Dann eher ein Spaziergang. Viele Informationen über Sydney und seinen Hafen sowie die Brücke. Haben erneut Glück mit dem Guide. Ein Erlebnis. 134m am höchsten Punkt. Mit der Monorail (Greg hatte noch ein paar Tickets übrig) lassen wir später nochmals Darling Harbor (und ein weiteres Mövenpick Glace) auf uns wirken.
Früh am Morgen gehts mit Linda und Greg zur Anlegestelle James Cook's in Kornell im Botany Bay National Park. Gutes Museum im Visitors Centre. Aber meldet euch ja nicht für den Fragebogen am Ende (auch wenn es ein Glace oder Getränk umsonst gibt). Er dauert ewig! Solander Cape Lookout. Laufen noch ein wenig zusammen der Cronulla Beach entlang. Mango Smoothie. Das Wetter ist mal wieder auf unserer Seite. Am Abend erleben wir ein Spiel des FC Sydney live mit. Die Heimmannschaft gewinnt mit 1:0. Was für eine Stimmung. Zwei Reihen vor uns kackt eine Taube dauernd einer Frau auf den Kopf. Was für ein Spektakel ;).


Und schon wird es Zeit sich zu verabschieden. Hoffen bald alle man wieder zu sehen. Wir bleiben in Kontakt. Wir kommen bestimmt wieder einmal nach Sydney. Eine super Stadt. Treffen in Wolli Creek den Interessenten. Er ist auch froh mal ein wenig einen Eindruck vom Auto zu bekommen und Fragen zu stellen (er ist Deutscher). Und wir sind froh mal zu sehen, was für Fragen da auf einen zukommen. Er hätte den Trucky am liebsten gleich mitgenommen. Wir versprechen uns, uns gegenseitig auf dem laufenden zu halten. Anscheinend sei der Markt für High-Top Troopies in Sydney schlecht. Und er möchte unbedingt so einen. Vielleicht arbeiten sie hier in Sydney noch eine Weile und es wird dann doch noch was mit dem Verkauf. Wir werden sehen.

Sunday, March 4, 2012

Canberra - Die konstruierte Stadt der vielen Parkplätze und Museen

Ab nach Canberra. In Wantabadgery wollen wir im General Store was zum Frühstück kaufen. Es gibt Beef Pie und Sausage Rolls. Kaufen eine Coke ;). Die Tür ist alarmgesichert. Sehr einladend. Auch in Nangus, trotz vielversprechendem Namen, gibt es kein Brot. Das wird hier nur auf Vorbestellung verkauft. Australian Capital Territory. Der Campingplatz in der Stadt ist ausgebucht. Sehen im Royal Australian MINT Museum die Geschichte der Australischen Währung und wie die Münzen hergestellt werden. Omid stellt sogar seinen eigenen Australischen Dollar her.


Es regnet derweil munter weiter. Mit Flip Flops auf dem glatten, nassen Boden nicht ideal. Dafür können keine Schuhe/Socken nass werden. Vorbei an der Schweizer Botschaft gehts in einen Camping etwas ausserhalb der Stadt (Carotel Caravan Park) zu 29AUD/N. Der Park hat hunderte Plätze. Das Gras ist schon durchnässt. Matsch überall. Muss schauen, dass man nicht hinfällt. Schaltjahr. Also gibts auch den 29. Februar. Das merken wir heute.
Es regnet auch am nächsten Tag und am übernächsten und… Ideal für einen (oder auch zwei) Museumsbesuche und gemütliche Stunden im Cafe (also auf jeden Fall sicher ausserhalb des Trucky). Mittlerweile hat sich im Auto Schimmel gebildet, da es nie richtig trocknen kann (feuchte Luft). Noch immer ist er dicht. Mit Ausnahme des Fussraums in der Führerkabine. Die Museen hier sind der Hammer. Modernst und oft gratis. Der Springbrunnen im künstlich angelegten See ist riesig aber bei diesem Wetter schlecht sichtbar. Die Fahne auf dem Parliament House ist so gross wie ein Doppeldeckerbus in London. Was für ein Vergleich. Obwohl uns die Frau im Visitors Centre gesagt hatte, dass man ohne Probleme mit dem Auto in die Stadt fahren könne, es gäbe schliesslich genügend Parkplätze, müssen wir merken, dass dies nur die halbe Wahrheit ist. Ja, es hat tausende Parkplätze für die kleine Stadt, aber alle sind besetzt! Vor dem Old Parliament House, welches heute das Demokratie Museum beherbergt, steht die Aborigine Zeltstadt. Sehen aber mehr Weisse dort rumsitzen. Es regnet. Die Portrait Gallery ist trocken. Wir erfahren viel über Australische Persönlichkeiten. Hatten aber mehr Fotos erwartet. Anscheinend leben hier in Canberra die reichsten und gebildetsten Leute Australiens. Und das verkörpern sie hier auch gerne. Man zeigt, was man hat.
Vor dem Parliament House (seit 1988) ist gerade eine Demonstration zu Ende. Wir besuchen die Führung um 3pm. Man erfährt viel über die Architektur des Gebäudes, aber wenig über die Politik. Es sind gerade Sitzungen im Gange, welchen man beiwohnen kann. Nach einem strengen Sicherheitscheck. Touristen aus aller Welt sind hier. Es regnet. Das Ehepaar Griffin hatte die Ehre, Canberra zu konstruieren. Was für eine wundervolle Aufgabe. Man merkt nun, dass alles super zusammenpasst. Jeder Baum im Park ist wahrscheinlich geplant (so symmetrisch wie alle stehen). Die ganze Stadt ist aus zwei Achsen gebaut. Trotzdem wirkt die Stadt nicht konstruiert. Hat viel Charme. Abends geht uns der Gaskocher kaputt. Spontan gehts auswärts Essen ins Dicksons Viertel. Wir hören derweil, dass der Regen anhält und noch grössere Wassermassen folgen sollen.  Verlängern hier deshalb unser Aufenthalt. Werden lieber in der Stadt überflutet als irgendwo aufm Land, wo wir auf uns alleine gestellt sind. Trucky ist nur gegen Schäden an Dritte versichert. Auf dem internationalen Sender Canberras läuft deutscher Schlager und Marschmusik. Das War Memorial ist auf der berühmten Achse in Verlängerung des Parliament Houses gelegen (sodass der Premier Minister immer an die Auswirkung seiner Entscheidungen erinnert wird). Es ist gigantisch. Die Führung wird von einem Kriegsveteranen mit einem enormen Wissen (und nicht minder grossem Stolz) geführt. Es sind nur Originale ausgestellt.


Auf dem Weg zurück läuft lustigerweise im Radio die persische Märchenstunde. Sehen aufm Parkplatz ein Wohnmobil mit Zürcher Nummernschild. Praktisch jede Ampel und Strasse ist mit einer Fotokamera ausgerüstet. Heute fällt aber vor allem ein Schild auf, welches sonst über Strassenarbeiten informiert: Heavy rain expected. Please drive carefully. Es ist alles kalt und nass. Viele Leute haben sich in die Waschküche oder das WC zurück gezogen um wenigstens an einem trockenen Ort zu sein. Ich gebrauche gerne und viel meinen Fön. Noch immer verheisst der Wetterbericht keine Änderung der Situation. Um uns herum haben sich grosse Pfützen gebildet. Wetterprognosen im Umkreis von 500km dieselben. Überlegen uns einen Kurztrip ins Ausland oder nach Perth! Im National Film und Sound Archive erleben wir die Geschichte Australiens anhand von Werbefilmen und Musik wieder. Der Jerrabomberra Creek tritt über Ufer - die Canberra Ave ist gesperrt. Haben Glück, kommen wir noch auf den Campingplatz zurück. Es regnet weiter. Hatten endlich mal wieder einigermassen gut geschlafen, da packt ausgerechnet um 6am unser Nachbar in einer Lautstärke sein Zelt zusammen. Omid geht entnervt aufs Klo und darf ihm dann gleich noch helfen seinen platten Reifen zu wechseln. Es hat tatsächlich aufgehört zu regnen (mit Unterbrüchen). Haben uns für kommenden Sonntag bei Greg und Linda in Sydney angemeldet. Freuen uns schon sehr, sie endlich zu sehen. Besuchen das War Memorial erneut, diesmal auf eigene Faust. Sämtliche Kriege sind dokumentiert. Aus der Sicht der Australier. Die Bilder schockierend. Manche Besucher in Tränen. Sehr emotional. Mittlerweile haben sich die Leute aus der Umgebung mit Regenschirmen und Notvorräten eingedeckt. Bereits mussten erste Städte evakuiert werden.


Bevor wir nach Sydney fahren, wollen wir in Bowral noch das Cricket Museum (Cricket Hall of Fame) besuchen. In Bowral hat der berühmteste Cricketspieler der Welt - Sir Donald Bradman - gelebt. Wir wollen endlich verstehen, wie dieses Spiel (ein wichtiger Teil der Australischen Kultur) funktioniert. Um endlich mitreden zu können. Bezahlen 18AUD/P. Omid kommt nur mit, weil es so schön trocken und warm ist ;). Das Bistro ist ein Hit. Die Australier nehmen aber noch immer ein Ice Cream statt Suppe. Es regnet. Sind anfangs total überfordert mit all den Ausdrücken. Aber eine Museumsmitarbeiterin nimmt sich unser einer an. Jetzt wissen wir zumindest die Grundregeln. Kriegen sogar noch ein Video geschenkt am Schluss. Die muss schon extrem Mitleid mit uns gehabt haben. Wir sind die ersten Schweizer Besucher im neuen Museum (und bestimmt auch die ersten nicht Cricket-Fanatiker). In Bulli übernachten wir im Tourist Park zu 29AUD/N. Es regnet in Strömen. Bekommen deshalb vom Strand nicht viel mit. Aber die Camp Kitchen ist gemütlich ;). Sie haben ausnahmsweise auch nur Werbung für ihr überdachtes Cafe gemacht. Rund um Trucky sinken wir in das von Wasser triefende Gras ein.