Sunday, July 15, 2012

Singapore

Ankunft in Singapore bei 30°C. Wir haben im Hotel Ibis gebucht. Mercedes und Cadillac Taxis kosten mehr. Die Leute sprechen erstaunlich schlecht Englisch. Eine sehr internationale Stadt. Essen im Fatty's zu Abend. Danach schlendern wir ein wenig herum und lassen die Stadt auf uns wirken. Das Frühstücksbuffet ist der absolute Hammer. Bräuchten gar kein Mittagessen/Abendessen mehr. Andere Gäste haben Angst, sie verhungern und schlagen kräftig zu. Ein Teil davon verschwindet in der Tasche für den Lunch. Keiner grüsst. Nur die Australier ;). Kaum lässt man den (vollen) Teller kurz aus den Augen ist er abgeräumt. Man spricht hier im Stadtstaat offiziell vier Sprachen. Englisch, Malaiisch, Chinesisch und Tamil. Jeder sechste ist Multimillionär. Trotzdem hat es erstaunlich viele (vor allem ältere) arme Leute. Zwischen den Wolkenkratzern stehen kleine Tempel. Gläubige kaufen Blumen und Räucherstäbe und lassen sich die Zukunft lesen. Dem Lucky Buddha wird fleissig über den Bauch gestreichelt. Sind froh, können wir der Orchard Rd Shopping Meile entfliehen. Der Bugis Market ist da eher nach unserem Geschmack. Die Kleider dort sind so günstig, man darf sie vielerorts gar nicht anprobieren.



Das Essen hier ist super, international und günstig. So haben wirs gern. Das Klima ist momentan auch ganz akzeptabel. Omid ist erneut mutig und wagt einen weiteren Haarschnitt für 4.80CHF. Leider versteht die Coiffeuse kein Englisch und ist leicht irritiert, dass sich Omid vorher noch für 4CHF zusätzlich die Haare waschen lassen möchte. Leicht genervt lässt sie ihre Laune am Kunden aus. Er gestikuliert; Wie komm ich da nur wieder raus! Dass Omid nach der Wäsche kein Loch im Kopf hat ist ein Wunder. Und obwohl der neue Haarschnitt nicht wirklich sitzt, beschliesst Omid nichts zu sagen und den Laden schnellstmöglich zu verlassen. Laufen dem Fluss entlang zum Marina Bay Hotel. Dem wohl berühmtesten Hotel Singapores. Was auch die vielen Touristen dort verraten.



Mit der MRT und Taxi gehts quer durch die Stadt. Neben jedem "normalen" WC hats hier auch noch ein Plumpsklo. Indonesier fragen, ob Sie ein Foto mit uns haben dürfen. Wir sind irritiert sagen aber zu. Einzelne Stationen der MRT sind so gross und mehrstöckig, da könnte man sich glatt verirren. Dass es ein Starbucks an jeder Ecke hat hilft da auch nicht gerade bei der Orientierung. Hier könnte man Shoppen ohne je Tageslicht zu sehen. Baby Spa. Chinesische Schule. Hier werden die Kinder schon früh gefördert/überfordert?. Laufen am Fullerton Hotel mit seinen Lamborghinis vor der Tür vorbei durchs Geschäftsviertel. Raffles Place. Gründerort von Singapore. Schade nur, hat keiner damals berücksichtigt, dass es hier keine Löwen gibt (Sanskrit "Singha pura" = Löwenstadt). Am nächsten Tag laufen wir zum Mustafa Centre, welches 24h geöffnet hat. Es ist so gross, wir haben Mühe uns zu orientieren. Man findet alles hier, muss nur suchen. Später sind wir in Little India anzutreffen und fühlen uns wirklich wie in Indien. Faszinierend diese Farben, Geräusche und Gerüche. Die Musik lädt zum Tanzen ein. Gold kriegt man hier nur in 22Karat. Lasse mir ein traditionelles Hennatattoo malen. Zu einem perfekten Tag gehört nur noch ein Abendessen beim Inder. Das Chinesisch hier ist einfach nicht zu geniessen (also authentisch ;)). Schon am Mittag sind wir am Flughafen. Der Tag ist regnerisch. Leider kann die 2h Gratis Stadtführung nur mitmachen, wer im Transit ist. Wir freuen uns, können wir unser Gepäck früher einchecken. Geniessen den Nachmittag am Flughafen. Der hat alles, was das Herz begehrt. Restaurants, Shopping, Swimming Pool, Kino, gratis Internet, Orchideen-Gärten, Aussicht etc. Viele Olympiasportler sind auf dem Weg nach London. Der Flug im A380 ist extrem ruhig. Man spürt keine Turbulenzen. Nur der Start und die Landung sind etwas "rumpliger". In London angekommen schaffen wir es trotz 1 3/4h Umsteigezeit und Direkt-Gepäcks-Durchschleusung gerade rechtzeitig vor Abflug ans Gate. Die Schlangen sind lang. Die Leute genervt. Olympia überall vertreten. Wir sind die Ruhe selbst und auf alles gefasst. Freuen uns sehr haben wir endlich wieder Schweizer Boden unter den Füssen. Als uns ein Bodenpersonal mit "Grüezi" willkommen heisst schauen wir uns an und müssen lachen. So doof tönt das in unseren, nun ans Englisch gewöhnten, Ohren.