Wir hatten ja damals einige der schönen Plätze entlang der Gibb River Road ausgelassen, da unsere Batterie nicht mehr so wollte wie wir es gerne gehabt hätten. Also fahren wir nun dieselbe Strecke wieder zurück in Richtung Broome und Derby um genau diese schönen Plätze doch noch sehen zu können (und wir müssen sowieso dort vorbei um ins Zentrum zu kommen). Und dennoch erscheint einem die Strecke wieder ganz neu. Das ist sehr speziell. In jedem trockenen Flussbett entlang der Strasse hat es mindestens eine Autospur. Irgendjemand will es immer wissen. Wir hören den Funk der Roadtrains ab. Hier auf dieser Strecke ist das besonders interessant, da hier so viele Roadtrains verkehren, so dass eigentlich immer was los ist auf dem Funk. Als wir lange nichts mehr vernehmen sieht Omid, dass wir am Senden sind. Unsere Autoapotheke hat sich so verschoben, dass sie den Knopf gedrückt hat und somit alle Roadtrains erstens mitanhören mussten was wir so zu sagen haben und noch viel schlimmer, die ganze Zeit über nicht miteinander kommunizieren konnten. Die scheinen hier die WC-Bürste nicht zu kennen. Überall hat es Küchenbürsten. Es gibt keine günstigen Accomodations in Port Hedland, hat uns der Lonely Planet vorgewarnt, nur dass der Preis pro Nacht von teuren 39 AUD soeben mal auf 50 AUD gestiegen ist (unser Lonely Planet ist von 2010). Wir bereuen sofort, dass wir gleich für zwei Nächte im Cooke Point Caravan Park eingecheckt haben. Waren aber beide zu geschockt um unmittelbar darauf zu reagieren. Dafür kompensiert der Diesel und Lebensmittelpreis. Es ist Sonntag und Port Hedland wie ausgestorben. Die meisten Bürger leben in South Hedland, welches eigens hierfür angelegt wurde, als der Platz in Port Hedland knapp wurde. Im Visitors Centre erfahren wir wann die Frachter respektive Züge in Port Hedland einlaufen/einfahren und von wo man sie am besten beobachten kann. Aber dies ist eigentlich nicht nötig zu wissen, da eigentlich immer ein Zug oder Frachter grad einläuft (was Stunden dauern kann). Eindrücklich sind sie allemal. Die Schiffe hier kommen immer leer an und gehen voll wieder. Die meisten kommen aus Asien. Spazieren noch ein wenig durch das Städtchen bevor wir dann in South Hedland einkaufen gehen. Omid versucht erneut sein Glück mit der Bepanthen Nasensalbe. Diesmal findet die Apothekerin ein Produkt mit demselben Wirkstoff im Sortiment: Bepanthen Nappy Rash. Omid lässt sich von mir später erklären, was Nappies sind (Trotz allem funktioniert die Salbe wie gewünscht :-)). Es ist immer so extrem heruntergekühlt in den Läden hier. Vergessen aber trotzdem immer einen Pulli mit hinein zunehmen. Immerhin schaut man so, dass man nicht allzu lange in den Läden bleibt. Auf einem Laden steht geschrieben, bin um 9am zurück. Es ist 11am und noch immer geschlossen. Viele Häuser sind im Wild West Stil gebaut. Die Deutschen neben uns hängen sich an ihre Landsleute. Uns haben sie erst auch für Deutsche gehalten, als sich dann aber herausgestellt hatte, dass wir Schweizer sind, hat ihr Interesse schnell nachgelassen (man muss unser Hochdeutsch schlecht sein). Die Roadtrains, die in der Stadt ein und aus gehen sind riesig, zum Teil über 50 m lang.
Wir machen nochmals Fotos der Salinen (weils so schön war) und den einfahrenden, vollbeladenen Eisenerz-Zügen. Beim Fotopunkt treffen wir einen Deutschen freischaffenden Fotografen mit Frau. Er macht jedes Jahr 4 Wochen (steuerlich absetzbare) Fotoreise durch Australien. Omid holt sich noch ein paar Tips und seine Karte (falls unsere Fotos nichts geworden sind grr). Letztes Jahr haben sie in Cairns geheiratet. Seit vier Jahren kommen sie hierher um Fotos zu machen. Er schwärmt von 4WD-Strecken, welche wir gar nicht als solche empfunden hatten. Die wunderschöne Piste hinunter nach Coral Bay fand er absolut übel. Der sollte mal die Adcock Gorge hinunter fahren. Oder das Terrain der Mt. Florance Station per Auto erkunden. Sie sind in Coral Bay schnorcheln gegangen und sind dafür am Cape Range National Park schnell vorbeigefahren. Sie erzählt, dass das Great Barrier Reef viel schöner sei, da es dort auch farbige Fische hätte. Tja selber Schuld, wer nicht im Cape Range National Park schnorcheln geht. Wir sind wieder ausserhalb der Stadt. Dies merken wir, da wir wieder gegrüsst werden. Irgendwie scheint es hier eine Regelung zu geben, wann und wo gegrüsst wird, welche wir noch nicht durchschaut haben. Omid sieht beim Vorbeifahren eine Riesenechse (auf so ein Exemplar hatte ich schon lange gehofft). Vollbremse und Rückwärtsfahren. Damit es Omid während der Fahrt nicht allzu langweilig wird, lese ich ihm den Port Hedland Heritage Trail vor, für welchen wir in Port Hedland selber keine Lust hatten (es war uns zu heiss). Nun scheint der ideale Zeitpunkt hierfür gekommen zu sein. Und immer schön geradeaus nach Broome (nicht umsonst nennen das die Australier eine der langweiligsten Strecken im ganzen Land). Übernachten auf der Stanley Rest Area. Wissen jetzt wieder, weshalb uns der Namen so bekannt vorgekommen war. Das war da, wo seit James Cook niemand mehr das WC gereinigt hat. Es wurde mittlerweile alles mit weisser Sprühfarbe übersprayt. Was das ganze aber nicht wirklich besser macht. Wir sehen Bull Ants. Kurz vorher haben wir noch über jene Ameisen diskutiert gehabt. Aber sonst ist der Platz eigentlich ganz in Ordnung. Zahnpaste ausspucken bei Wind und ohne Lavabo ist so eine Sache (übrigens auch bei Windstille). Wir orientieren uns bereits nach der Sonne. In Broome angekommen wollen wir gerne zum Metzger, da man ausser Beef und Chicken, kein Fleisch in vernünftigen Packungen im Supermarkt bekommt. Wir fragen deshalb im Ort nach einem Butcher (Aussprache: BATSCHER). Sie sehen uns fragend an. Ah ihr meint butcher (Aussprache: BUTSCHER). Ja danke, tönt ja so anders, aber wieder etwas, was wir bestimmt nicht wieder falsch machen werden. Während wir warten bestellen einige Aborigines drei Kanguruschwänze!!! Skin on. Man hätte sie auch Skin off haben können. Endlich sehen wir das Multipack Jam-Donuts heruntergesetzt. 10 Donuts zu 2 AUD. Sehen Bushy, den High-Top Troopie von den beiden aus Österreich vor der Pizzeria (sie scheinen wohl dieselben Gelüste zu plagen wie wir (vielleicht wars auch nur das Internetkaffee nebenan)) und hinterlassen eine Nachricht am Auto. Werden sie bestimmt wieder sehen. Wir gönnen uns einen authentischen Ägyptischen Falafel mit Baklava. Es ist nun wieder sehr feucht. Am Morgen alles nass. Ab nach Derby. Fahren genau zwischen zwei Trucks derselben Firma und hören natürlich deren Funk ab. Frauengeschichten, üble Erlebnisse mit dem Truck. Dabei hören wir irgendwann auf die "Fuck"s zu zählen. Kimberleys ahoi. Mangos wir kommen. Alkoholtest mitten im Nichts. 0.0 Promille. Omid bläst das erste Mal in seinem Leben ins Röhrchen. Test bestanden. Es ist 1pm. Zum Glück hatten sie nicht den Knoblauchgehalt im Atem getestet. Die Polizisten hier sind so ganz anders als jene in der Schweiz. Einer der auch getestet wird schreit herüber. Hey, bewegt mal euren Hintern hinüber, ich hab nicht bis am Abend Zeit. Sie haben eine riesen Freude an uns. Wollen noch den Boab Prison Tree in Derby besichtigen (auch den hatten wir auf dem Hinweg ausgelassen). Das Navi führt uns zu einem Strommast irgendwo in der Pampa welcher irgendwie so gar nicht nach Boab aussieht. Der Baum (dann endlich gefunden) ist über 1500 Jahre alt und diente früher als Gefängnis. Er ist komplett hohl. Und von riesigem Durchmesser. Weiter gehts in Richtung Windjana Gorge via Tourist Way. Ausser Kühen kommt uns keiner auf der Strasse entgegen. Die Klimaanlage bräuchte definitiv eine Zwischenstufe. Wir haben dauernd zu kalt/warm. Jetzt fahren wir deshalb mit offenem Fenster (bei Windhosen ja immer schnell wieder das Fenster hochkurbeln) in den Sonnenuntergang. Die Fotos direkt von der Fahrt heraus werden irgendwie viel besser, klarer. Vielleicht sollten wir wieder einmal das Fenster putzen. Sehr knapp vor dem Eindunkeln stehen wir vor der eindrücklichen Felsformation zur Windjana Gorge. Wir werden hier drei Nächte (zu 11AUD/N/P) verbringen. Auch hier hat es einen Generator und einen sogenannten Quiet-Bereich. Wobei man darüber keine voreiligen Rückschlüsse ziehen sollte. Der Quiet-Bereich ist relativ gut besetzt und es läuft ein Haupt-Generator für das Licht in der Dusche. Weshalb in diesem Fall definitiv der Generator Platz vorzuziehen gewesen wäre. Egal es ist spät. Der Platz gewählt. Hier ist es nun windstill.Die Hitze schon morgens um 8am unerträglich. Wir sehen zwei Kinder welche miteinander Deutsch reden aber die Englische Satzstellung benützen. Wir haben wieder einmal einen balzenden Bower-Bird als Nachbar. Die Kinder werfen braune Steine ins wunderschöne mit weissen Steinen dekorierte Nest, welche der Vogel dann immer gleich wieder aussortiert. Das Männchen macht das Nest nur um das Weibchen anzulocken. Dieses macht dann wiederum ein Neues mit den Eiern. Verstehe einer die Natur. Der Schweiss läuft nur so an uns herunter. Omid bereut keinen Thermometer gekauft zu haben. Nie hätten wir gedacht uns mal so auf eine kalte Dusche zu freuen. Und man glaubt es nicht, hier gibt es nur warme, da die Sonne die Leitungen derart erhitzt. Die Kühlschrankbatterie ist bereits wieder am Anschlag. Machen den Savannah Walk und lernen wieder neues über Kimberley-typische Pflanzen und ihre Tierwelt. Hier war vor über 350 Millionen Jahren einmal ein Riff, weshalb man viele Versteinerungen findet. Starten wieder einmal mehr als erste am Morgen zum Gorge Walk. In der Gorge ist es angenehm kühl (wenigstens aushaltbar, man wird bescheiden mit den Ansprüchen). Die Sonne geht über der Schlucht auf. Allemal ein Foto (oder mehr) wert.
Viele Freshies tummeln sich im Flusswasser. Nie hätten wir geglaubt, uns so schnell an deren Anblick zu gewöhnen und in unmittelbarer Nähe zu ihnen ruhig zu wandern. Gewohnheit halt ;). Sehen tatsächlich eine Nautilus-Versteinerung (ok, sie ist angeschrieben). Der Weg ist sandig und dementsprechend anstrengend zu begehen. Das gibt stramme Waden. Im Fluss hat es Fische, welche via "Spucken" Insekten vom Himmel holen. Ein Foto von denen schiessen zu können fast unmöglich (uns fehlte auch die Geduld dazu (also mir)). Wir lernen, dass junge weisse Kakadus erbärmlich und herzzerreissend schreien können. Sehen endlich wie die Flughunde ihr Geschäft verrichten. Noch immer ist es uns ein Rätsel, wie sie es schaffen, dabei nicht ihre Kumpane zu treffen, welche einen Ast tiefer hängen. Es ist schwül. Typische Känguru Spuren im Sand. Sehen aber nur ein paar vereinzelte im Grasland gleich vor dem Camping. Sind nun bereits am 2ten Liter Sonnencreme. Die Dosen Tropical Strenght zählen wir schon nicht mehr. Omid riskiert für ein (dann zum Ende doch nicht gelungenes) Foto Kopf und Kragen - wir haben lange um all die Pflanzen-Teile mit Widerhaken wieder aus seinen Beinen und der Hose zu bekommen. Der Ranger warnt vor einem Buschfeuer in der Nähe, welches in der Nacht sichtbar ist und per Satellitenbild überwacht wird. Er würde uns rechtzeitig informieren, wenn wir flüchten müssten. Danke. Ein Paar aus UK, welches nun aber in Sydney lebt kommt mit ihrem High-Top Troopie gleich neben uns zu stehen (welch ein Zufall). Sie haben eine Solarzelle, welche natürlich Omids Interesse weckt. Sie starteten in Perth und wollen nun über Darwin an die Ostküste. Sie haben aber keine Ahnung vom Auto geschweige denn von den Solarzellen, einfach Glück gehabt mit der Ausrüstung. Im Moment hat es mehr Schweizer auf dem Campground wie Aussies. Wir lauschen ihren Gesprächen (oft ziemlich stupid) ohne uns zu erkennen zu geben. Der Bower-Bird fährt auf alles ab was glänzt. Auch auf unseren Pfannendeckel. Ich hätte ihn ihm ja gerne gegeben, aber Omid interveniert.
Wir fahren durch unsere erste offiziell von Aborigines geführte Station. Leider sind alle Schilder, welche Aboriginal Ausdrücke drauf stehen haben durchgestrichen. Wann lernen die Menschen hier endlich miteinander umzugehen. Wir sehen die Ruine einer Station von 1880 und lesen die Geschichte dazu (hier hat es ausnahmsweise Informationstafeln gehabt). Beim Tunnel Creek angekommen bereuen wir gleich keine bessere Taschenlampe gekauft zu haben (obwohl daran gedacht). Es herrscht an den meisten Stellen absolute Dunkelheit. Man könnte glatt in Panik geraten. Langusten im trüben Wasser. Wir sehen einige Meter weit mit unseren Stirnlampen. Reflektierende Krokodilaugen. Beruhigend. Krokodilspuren im Sand. Überall Flughunde und deren Geschrei. Eine Schlangenhaut am Boden. Wir haben (diesmal zum Glück) gleich eine Tour vor uns mit Guide, welcher eine riesengrosse und ultrastarke Taschenlampe hat. Wir schliessen uns der Tour an um überhaupt den Weg durch die "Höhle" finden zu können. Bauchtief stehen wir im Wasser. Erst lachten wir noch, weshalb die mit Badehose in die Höhle gehen. Eine Frau der Tour schaut böse. Dabei sind die Kommentare des Guides nicht wirklich informativ. Die äusserst lichtscheuen Ghost Bats verpassen wir trotzdem, weil wir uns dann doch nicht getrauten allzu nah an der Gruppe zu stehen. Am anderen Ende des Creeks hat es einen Pool mit vielen Schmetterlingen und grossen Echsen. Wir warten, bis die Gruppe weg ist. Den Rückweg finden wir auch alleine. Das Wasser ist kalt. Sind froh unsere Wanderschuhe nicht angezogen zu haben. Die Badelatschen haben völlig ausgereicht. Wiedereinmal mehr haben wir nur spärliche und falsche Informationen über den Creek (wir finden Höhle passt definitiv besser) gekriegt. Ich wusste nicht, dass sie mehrheitlich geschlossen ist. Überall war von höchstens 40cm Wassertiefe die Rede (und logisch überlegt, wären am Ende der Dry-Season in dem Fall eher weniger zu erwarten gewesen). Draussen hat es einen verletzten Raubvogel. Wunderschönes Tier.
Mitten auf der Strasse, oder auch mal quer durch die Landschaft sieht man immer wieder plattgetretene Pfade - Wanderwege? Nein es sind die spuren der Kühe von ihren Weideflächen zu den Wasserstellen. Meist gehen alle Kühe einer Herde in Reih und Glied auf Wanderschaft. An vielbewanderten Stellen können sogar Strassenschäden auftreten. Einige Flussdurchquerungen (zur Freude von Omid). Wir (Tourist) schleppen doch tatsächlich einen Aussie (aus Derby) ab. Schon von weitem war die Motorölspur auszumachen. Er dachte, als er das Lämpchen aufleuchten sah, er würde es noch bis in den nächsten Ort schaffen. Er hat ein kleines Kind bei sich und seine Frau. Da auf einem Tagesausflug haben sie nicht viel Wasser bei sich und nicht viel Essen. Motorschaden. Die Klimanlage geht nicht mehr. Wir bringen sie heil ins 50km entfernte Fizzroy Crossing (1000 Einwohner). Bei der Frage wie schnell wir fahren dürften, meint er nur, so 50-60km/h (Gravel Road). Das war das, was wir ohne Auto hintendran gefahren sind. Denken an die Schweiz, wo man auf der Autobahn höchstens 40km/h fahren darf wenn man jemanden abschleppt. Sie wären sonst die Strecke gelaufen, wenn keiner gekommen wäre (Hallo???). Kaum setzen wir sie am Roadhouse ab, möchte bereits wieder einer mit nach Kununurra (er würde sich an den Dieselkosten beteiligen). Zum Glück sind wir nicht in diese Richtung unterwegs. Wir gehen zur Geikie Gorge, wo wir was zu Mittag essen, bevor wir zum kurzen Walk starten. Hier hat es sehr spärliche Informationen über die Wanderwege. Vorallem eine Bootstour wollen sie einem verkaufen. Da es extrem (wieder einmal) heiss ist, der Weg komplett an der Sonne und sandig (=beschwerlich) beschliessen wir morgen in der Früh wieder zu kommen um den grossen Gorge Walk zu starten. Uns ist schon ganz schummrig vor Augen. Omid hört sein Blut pochen. Das Visitors Centre im Ort ist am Wochenende geschlossen. Sonst gibt der Ort nicht viel her. Einige Communities sind ihm angegliedert. Ein alter Aborigine versucht uns eine Boab-Frucht mit Verzierungen zu verkaufen. Man nimmt an, auch den Namen Baobab haben die Aussies damals schon abgekürzt. Arbeiten sehen wir im Ort praktisch nur junge Asiaten, welche auch auf dem Camping wohnen. Diese können zum Teil nur ganz schlecht Englisch. Im Shopping-Center sind wir die einzigen Gäste. Der einzige Camping kostet 29AUD/N. Er ist fast leer (mit Ausnahme der Asiaten). Wasser kostet bereits das Doppelte. Sie bewässern das Frauen-WC (oder die Wiese daneben). Wenn man nicht rennt, hat man bereits geduscht bevor man überhaupt in der Dusche angekommen ist. Neben uns sind Luxuscampierer mit der feinsten Ausrüstung. Sie geben dem Aborigine mal eben ein Nötli ohne die Boab-Frucht zu kaufen.
SLIP, SLAP, SLOP, das ist hier die Devise. Schöner Walk, besonders der Rückweg, welcher wir dem Fluss entlang machen. Man kann gut sehen, bis wohin der Fluss in der Wet-Season reicht. Eindrücklich, da der Fluss auch jetzt schon ziemlich viel Wasser führt. Sehen einen besonders farbenprächtigen Vogel. Bis wir die Kamera gezückt haben ist er weg. Es windet leicht. Es ist sogar für kurze Zeit bewölkt. No Swimming on Floodway. Achja, dabei wollten wir es uns gerade auf der Teerstrasse für ein Bad gemütlich machen. Wieso ist unser Auto eigentlich orange. Weil schon alle anderen Autos weiss sind und dies langweilig wäre. Wir müssen es mal wieder abspritzen (oder überhaupt mal abspritzen). Die Wolken am Himmel sind bedrohlich. Machen eine kurze Pause bei der Mary Pool Rest Area. Mit Kühen zum Anfassen. Und Ice Coffee. Legen (wiedereinmal mehr) spontan fest, dass wir nun doch den Tanami Road in Richtung Alice Springs nehmen, obwohl uns alle davon abgeraten haben - er sei langweilig: 1055km durch eine absolut karge Landschaft. Aber jetzt gehts zuerst mal noch ab in die Bungle Bungles. Seit 2003 UNESCO Weltkulturerbe. Vorbei an der alten Goldgräberstadt "Old Halls Creek" wo 1885 die ersten Goldfunde von WA gemacht wurden.


